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Evangelium für den Tag 13. Juli 2011

Mittwoch, 13 Juli 2011 Mittwoch der 15. Woche im Jahreskreis

Heiligen des Tages : Hl. Heinrich II und Hl. Kunigunde
Kommentar zum heutigen Evangelium - Hl. Vinzenz von Paul : All das hast du den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart
Evangelium nach Matthäus 11,25-27.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommentar zum heutigen Evangelium :
Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660), Gründer religiöser Gemeinschaften Gespräche „All das hast du den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart“

  Wenn ihr wüsstet, meine Töchter, wie Gott sich freut beim Anblick eines armen Mädchens vom Land, einer „Nonne der Nächstenliebe“, die sich ihm liebevoll zuwendet! Oh, dann würdet ihr euch auf den Weg machen mit einer größeren Zuversicht, als ich es für ratsam halte. Wenn ihr wüsstet, wie viel Wissen ihr daraus schöpft, wie viel Liebe und Sanftmut euch zuteil wird! Alles, meine lieben Töchter, alles werdet ihr vorfinden, denn dies ist Quelle und Brunnen allen Wissens, [aller Erkenntnis].
  Woher kommt es, dass ungebildete Menschen so trefflich über Gott sprechen und die Mysterien intelligenter auslegen, als es ein Gelehrter könnte? Ein Gelehrter, der nichts hat als seine Lehre, spricht über Gott doch nur so, wie es ihm seine Lehre eben beigebracht hat. Ein Mensch des Gebets aber spricht ganz anders von Gott. Und was die beiden unterscheidet, meine Töchter: der eine spricht aus einem simplen erworbenen Wissen heraus, der andere aus einem Wissen, das ganz durchdrungen ist von Liebe. So kommt es, dass bei einem Aufeinandertreffen der beiden der Gelehrte keineswegs die größere Sachkenntnis besitzt. Und er hat den Mund zu halten vor einem Mann des Gebets, der doch ganz anders von Gott spricht, als er es könnte.

 

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