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Verse

Streut Blumen der Liebe bei Lebenszeit
und bewahret einander vor Herzeleid,
denn kurz ist die Zeit, die ihr beisammen seid.
Wenn euch auch viele Jahre vereinen,
einst werden sie euch wie Minuten erscheinen.


Wer sich der Einsamkeit ergibt,
Ach der ist bald allein;
Ein jeder lebt, ein jeder liebt
Und lässt ihn seiner Pein.

Wer sich dem Weltgewühl ergibt,
Der ist zwar nie allein.
Doch was er lebt und was er liebt,
Es wird wohl nimmer sein.

Nur wer der Muse hin sich gibt,
Der weilet gern allein,
Er ahnt, daß sie ihn wieder liebt,
Von ihm geliebt will sein.

Sie kränzt den Becher und Altar,
Vergöttlicht Lust und Pein.
Was sie ihm gibt, es ist so wahr,
Gewährt ein ewig Sein.

Es blühet hell in seiner Brust
Der Lebensflamme Schein.
Im Himmlischen ist ihm bewusst
Das reine irdsche Sein.

Bettina von Arnim (1785-1859)

  Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine

Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“

Aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: Das nennt man DEMUT
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich  um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.
  Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Die Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.
  Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!
Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann das Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss.
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist noch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Heute will ich dir zu Liebe Rosen
fühlen, Rosen fühlen dir zu Liebe,
dir zu Liebe heute lange lange
nicht gefühlte Rosen fühlen: Rosen.

Alle Schalen sind gefüllt; sie liegen
in sich selber, jede hundert Male, -
wie von Talen angefüllte Tale
liegen sie in sich und überwiegen.

So unsäglich wie die Nacht
überwiegen sie den Hingegebnen,
wie die Sterne über Ebnen
überstürzen sie mit Pracht.
Rosennacht, Rosennacht.

Nacht aus Rosen, Nacht aus vielen vielen
hellen Rosen, helle Nacht aus Rosen,
Schlaf der tausend Rosenaugenlider:
heller Rosen-Schlaf, ich bin dein Schläfer.

Heller Schläfer deiner Düfte; tiefer
Schläfer deiner kühlen Innigkeiten.
Wie ich mich dir schwindend überliefer
hast du jetzt mein Wesen zu bestreiten;

sei mein Schicksal aufgelöst
in das unbegreifliche Beruhen,
und der Trieb, sich aufzutuen,
wirke, der sich nirgends stößt.

Rosenraum, geboren in den Rosen,
in den Rosen heimlich auferzogen,
und aus offnen Rosen zugegeben
groß wie Herzraum: dass wir auch nach draußen
fühlen dürfen in dem Raum der Rosen.
Rainer Maria Rilke

Bitt jeden Tag um neue Kraft,
viel leichter sich das Tagwerk schafft,
denn nur wo Gott am Anfang steht,
auch alles gut zu Ende geht.


Ich trat ein, ich wusst nicht wo, und blieb auch ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.
Wo ich eintrat, wusst ich nicht. 
 Doch als ich mich dort gewahrte, ohne Kenntnis meiner Bleibe,
hörte ich von großen Dingen.
Was ich hörte, sag ich nicht. Blieb ich doch ganz ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.
Frieden war es mit Gott und Welt, wovon ich zutiefst erfuhr
ganz allein in meinem Herzen.
Klar ward mir der rechte Weg. Alles war so voll Geheimnis,
dass ich nur noch stammeln konnte,
alles Wissen übersteigend.
Trunken war ich, wie von Sinnen, hingerissen, außer mir.
Blieb dabei doch mein Empfinden jeglicher Empfindung bar.
Und der Geist sah sich beschenket mit Verstehen, das nicht verstand,
alles Wissen übersteigend.
Jeder, der dorthin gelangt, wird ganz irre an sich selbst.
Alles, was er vorher wusste, scheint ihm jetzt verschwindend klein.
Und sein Wissen wächst so sehr, dass er ohne Wissen bleibt,
alles Wissen übersteigend.
Doch je höher man dort steigt, desto weniger versteht man, 
dass die dunkle Wolke kommt, um die Nacht zu erhellen.
Wer sie kennt, die dunkle Wolke, der bleibt immer ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.
Dieses Wissen, das nicht weiß, ist von großer Mächtigkeit,
und die Weisen können nie denkend sich´s zu eigen machen.
All ihr Wissen reicht nicht hin, nicht verstehend zu verstehen,
alles Wissen übersteigend.
Jenes allerhöchste Wissen ist so überhoch erhaben,
dass kein Können und kein Wissen jemals es begreifen kann;
nur wer selber sich besiegte durch ein Wissen, dass nicht weiß,
wird´s für immer übersteigen.
Doch wer hören will, der höre:
Dieses allerhöchste Wissen ist Empfinden hoch erhaben
Gottes eig´ner Wesenheit;
diese wirkt in ihrer Güte und lässt nicht verstehend bleiben,
alles Wissen übersteigend.
(Johannes vom Kreuz, 1542-1591, Entrückung in Granada)


"O Gott, bei uns hat aufgehört das Ich und Du.
Ich bin nicht ich, du bist nicht du.
Du bist nicht ich.
Ich bin zugleich das Ich und Du,
du bist zugleich das Du und Ich.
Ich bin verwirrt:
Bist du nun Ich - oder bin ich Du?"
Rumi

Ich habe die ganze Welt
auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.
Als ich wieder nach Hause kam,

sah ich ihn an der Türe meines Herzens stehen,
und er sprach:
„Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten“
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.
Rumi

Fortsetzung folgt

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