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Sonnabend, 22. Juli 2017   fast Neumond  
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Maya-Kalender: „Die Kraft des Schöpferfeuers bündelt Lebensenergie und Erleuchtung.“

Maria Magdalena: Sie ist die einzige Frau, die in der Bibel als selbstständige Person definiert wird und nicht als Frau, Tochter oder Schwester irgendeines Mannes.

In den Evangelien wird sie gedeutet als die Sünderin, die Jesus mit ihren Tränen die Füße wäscht; als Maria von Bethanien, Schwester von Martha und Lazarus, die Jesu zu Füßen sitzt und ihm zuhört; als Maria von Magdala, der Jesus angeblich sieben unreine Geister austreibt und die ihm vor seiner Kreuzigung mit kostbarem Nardenöl verschwenderisch salbt. Sie gehörte zu den Frauen die Jesus begleiteten, die mit ihrer Habe für den Unterhalt der Gruppe sorgten und bei seinem Begräbnis halfen. Maria Magdalena hielt aus unterm Kreuz, begegnete Jesus als erste nach seiner Auferstehung und erfüllte ihren Auftrag als Zeugin der Lehren Jesu, der Auferstehung und des Reiches Gottes, das uns seit Jesus so nahe ist, wenn man im eigenen Innern danach sucht.

Im gnostischen Philippusevangelium nimmt Maria Magdalena die Stellung der Lieblingsjüngerin ein, die in den kanonischen Evangelien Johannes zukommt.(Ich sage, beides stimmt, denn ich weiß, Maria Magdalena war Jesu Frau und Johannes war beider erstgeborener Sohn). In zwei Versen wird Maria Magdalena bei Philippus genannt: „Drei (Frauen) hatten ständig Umgang mit dem Herrn: seine Mutter Maria, (seine) Schwester (Maria) und seine Gefährtin Maria Magdalena...“, zum einen. Und zum anderen: „...und die Gefährtin (des Erlösers) ist Maria Magdalena. Er liebte sie mehr als alle Jünger und er küsste sie oft auf ihren Mund.“   

In Jesu Lehrgesprächen, der Pistis Sophia, nimmt Maria Magdalena einen Gesprächsanteil von über 60% ein. Besonders in Kapitel drei sagt der Erlöser Bemerkenswertes über sie: „Du bist begnadet vor allen Frauen auf Erden, weil du die höchste Fülle, die höchste Vollendung sein wirst.“ „Du bist begnadet in Fülle, du bist die allselige Vollheit, die von allen Geschlechtern selig gepriesen wird.“ oder „Doch Maria Magdalene und Johannes; der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen“, „ und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein. Und ich bin sie und sie sind ich.“

Maria Magdalena, die ewige Seelengefährtin Jesu, war,
nach meiner Erkenntnis, auch zu Jesu Zeiten seine Frau und Apostelin seiner schöpfungsliebenden Lehren.

Zeit zur Versöhnung - Gebet
Willkommen, Maria Magdalena, ewige Gefährtin Jesu Christi. Der Herr ist mit Dir. Sei gegrüßt, Begnadete. Bitte, schenke mir in Deiner unendlichen Magie Freude im Herzen, bedingungslose Liebe und heilsame Barmherzigkeit. Heilige Maria Magdalena, unvergleichliche Seele, Dank sei Dir für Dein Hiersein um Lilith und Eva in Adam zu versöhnen. Amen und herzlichen Dank dafür :-)

Evangelium für den Tag
Fest der Hl. Maria Magdalena

Das Hohelied 3,1-4a.
So spricht die Braut: Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
Mich fanden die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt. Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?
Kaum war ich an ihnen vorüber, fand ich ihn, den meine Seele liebt.

Psalm 63(62),2.3-4.5-6.7-8.
Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ich denke an dich auf nächtlichem Lager
und sinne über dich nach, wenn ich wache.
Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 20,1-2.11-18.
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.


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