Home  Druckversion  Sitemap 

Warten auf das Kommen des Retters der Welt P1180144_-_Kopie_(2)_KALKI.JPG

Die Weissagungen vom Sieg des Guten über das Böse, dem eine glorreiche, friedliche Zeit auf Erden folgen wird, ziehen sich durch alle Kulturen und Religionen. Beobachtet man die Zeichen der Zeit und die enorme Steigerung der spirituellen Lebensenergien auf der Erde, dann kann man durchaus auf die Idee kommen, diese neue Zeit jetzt in ihren Geburtswehen liegen zu sehen.

Jesus sagt: „Seid wachsam, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht vermutet.“ Vielleicht ist er längst da und wirkt bereits mitten unter uns?

Die Christen erwarten im Anschluss an die Wiederkunft Christi das Jüngste Gericht, das die Spreu vom Weizen trennen wird. Diese Endzeit ist begleitet von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Blitz und Donner, Trockenheit und so weiter; von Seuchen, vom 10-Staatenbund mit dem Antichristen, sowie Ungerechtigkeit, politischer und sozialer Unordnung bis hin zum End-Krieg, der meiner Meinung nach auf feinstofflicher Ebene, durch die Energien der Friedvollen Krieger kraftvoll transformierend, bereits dem Siege zustrebt.

Die Hindus sprechen in diesem Zusammenhang von der zehnten und letzten Inkarnation Vishnus, des Avatars, der am Ende des gegenwärtigen finsteren Zeitalters, des  Kali-Yugas, als Reiter mit dem Namen Kalki auf dem weißen Pferd Devadatta erscheinen wird, um die korrupten Herrscher (Angst, Gier, Hass...)  zu töten und den Dharma (Gesetz und Tugend) wieder herzustellen. Darauf soll das helle Zeitalter, das Krita-Yuga, beginnen.
Einige indische Autoren, wie Aurobindo, sehen in den zehn Avataras ein Symbol für die Stufen der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, d.h. von der tierischen Stufe bis hin zum erwachten Geist in seiner höchsten Vollendung. Die neunte Inkarnation Vishnus war Buddha.

Die Buddhisten nennen diesen kommenden Buddha, Maitreya. Gemäß Pali-Kanon befindet sich Maitreya bis zu seinem Erscheinen auf der Erde im Tushita-Himmel, der vierthöchsten der insgesamt sechs sich innerhalb der Sinnenwelt (kama-loka) befindenden Deva-Welten, in der alle Buddhas vor ihrer letzten Wiedergeburt leben.
In China und Japan wird Maitreya in der Figur des Budai bzw. Hotei verehrt.
Auch wird Maitreya mit der ursprünglichen iranischen Retter-Gestalt Mithra identifiziert.

Im Islam gilt der Verborgene Imam Mahdi den Imamiten als der Retter der Welt, welcher dereinst zurückkommen soll. Die Imamiten kennen zwölf Imame, von denen, laut mündlichen Überlieferung, elf eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Der einzige Überlebende dieser zwölf Imame, ist als junger Mann verschwunden und lebt im Verborgenen weiter. Die Schiiten warten auf seine Wiederkunft und in der Verfassung des Iran steht der zwölfte Imam als eigentliches Staatsoberhaupt. Nach dieser Auffassung herrscht der Klerus nur stellvertretend bis zu Mahdis Wiederkunft.

Laut Judentum bricht mit dem Kommen des Messias die Endzeit an, welche nur durch das Handeln der Menschen in Richtung Frieden und Gerechtigkeit herbeigerufen werden kann. Dann wird ein direkter Abkömmling König Davids als Anführer erscheinen, wird den Tempel in Jerusalem erneut aufbauen und alle Juden im Land Israel vereinen. Krieg, Not und Hunger haben dann ein Ende und es wird eine Zeit weltweiten universellen Friedens und Wohlergehens Einzug halten und alle Menschen werden endlich den einen unteilbaren Schöpfergott anerkennen.

Also, ihr Lieben, lasst Wachsamkeit walten, geht mit sehenden Augen, lauschenden Ohren und offenem Herzen durch die Welt, damit ihr den so heiß ersehnten Retter der Welt auch wahrnehmen könnt, wenn er die Bühne betritt.
Vielleicht steht ja hinter all diesen verschiedenen Namen ein und dieselbe Seelenkraft?

Besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und uneingeschränktes Gottvertrauen für das kommende Neue Jahr wünscht Bettina Bauch.
L.-O., 01.12.2016

CMS von artmedic webdesign