Home  Druckversion  Sitemap 

Jesu Trilogie - aus dem Manuskript 2. Band
P1170212_Korn_Weg_Himmel.jpg

5. aus dem Manuskript
Jesu Trilogie – Geschichte einer Seelenpartnerschaft
aus dem 2. Band: „Die Weihe – Jesu Stimme leitet mich“
betrifft:  Ostern–Advent 2009
Hochzeit des Lammes/ Lichtnahrung/ Kampf um die Wüste/ Taube/ Magdala/ Rom/ Weihe

Vorwort und Widmung

Jeder Tag dieses Bandes soll von Weisheiten aus verschiedenen Religionen eingeführt werden, welche dir, lieber Leser, vielleicht einen ganz anderen Blick auf theologisches Zusammenwirken bringen können. Mich hat beim Betrachten dieser Schriften stark beeindruckt, dass die wichtigste Aussage Gottes, in jeder dieser Religionen gleichermaßen, an vorderster Stelle steht: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ In einem von mir verfassten Gedicht, schließt sich dieser Aussage der Satz an: Handelte jeder nach dieser Maxime, dann käme die Welt endlich zur Ruh...
Ich glaube, diese Aufforderung genügte uns als Gesetz. Wenn jeder sich diese Worte in die Seele schreiben würde, könnten wir alle Gesetzbücher dieser Welt einfach auf den Müll werfen. Das wäre einmal eine Bücherverbrennung, so recht nach meinem Herzen.

Ich werde nun den jeweiligen Wochentagen Weisheiten bestimmter Kulturen wie folgt voransetzen:

Montag – aus dem buddhistischen Dhammapada, (Q13)
Dienstag - Gedanken und heilende Geschichten, (Q18)(Q19)
Mittwoch - aus dem Koran, (Q17)
Donnerstag – Meditationen und Gebete, (Q18)(19)
Freitag – Psalmen, (Q2)
Sonnabend – aus Thora und Talmud, (Q16)
Sonntag – aus der Apostelgeschichte des Lukas meiner hundertjährigen Bibel (Q2)

An besonderen Gedenktagen werde ich Texte einfügen, die sich konkret auf diesen bestimmten Tag beziehen. (Q21)

Ergänzend dazu sollen die Wirkkräfte, die für jeden dieser Tage im Mayakalender (Q3) niedergeschrieben sind, sowie Fragmente aus meinem Tagebuch, diese Zeit begleiten.

Hier ein Wort des Johannes vom Kreuz, welches das derzeitige Erleben meiner Seele vollkommen widerspiegelt: (Q10)

Im Innern des Weinkeller
trank ich von meinem Geliebten

und als ich die ganze fruchtbare Ebene durchschritt,
wusste ich schon nichts mehr

und verlor die Herde, der ich doch vorher gefolgt war.

Dort zog er mich an seine Brust,
dort lehrte ER mich wonniges Wissen,
und ich gab mich IHM hin,
ganz ohne zu zögern,
denn dort versprach ich IHM, seine Gattin zu sein.

Meine Seele hat alle meine Kraft
in Seinen Dienst gestellt:
So achte ich nicht mehr auf meinen Gewinn,
sondern nur auf die eine Aufgabe,
mich allein in der Liebe zu üben.

Widmen möchte ich diesen Buchband der Seele des Johannes vom Kreuz in all ihren mannigfaltigen Inkarnationen.

aus dem 1. Kapitel 2. Band

Sonntag, 26. April 2009
Maya: „Die Fähigkeit der Aufmerksamkeit bekommt Form; Neugier ihre Bühne.“

Apostelgeschichte des Lukas:
Kapitel 1. 4. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, dass sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret (sprach er) von mir; 5. denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligem Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

Wenig Schlaf hab ich bekommen in dieser Nacht. Gegen Vier setzte ich mich dann auf, um zu schreiben, um Fünf meditierte ich und schickte Heilung, zu B. und auch zu mir selbst, worauf sich unsere Wesen ganz herrlich weit und weich anfühlten. Mir scheint, ich befinde mich wieder mal auf höherer Dimensionsstufe. Auch auf meine „Feinde“ kann ich seit einiger Zeit viel gelassener zugehen. Selbst wenn ich spüre, dass sie mich anfressen wollen, schicke ich ihnen ganz entspannt meine göttliche Liebe. Noch vor kurzem empfand ich dabei einen gewissen Groll, aber nun strömt aus mir nur noch tiefes Mitgefühl und demütige Liebe. Ich komme mir fast so vor, wie eine Heilige!

Als ich später Runden auf meinem heiligen Acker drehte, da wusste ich plötzlich, dass an dieser Stelle bald eine Kapelle stehen wird! ‚Ja, das kann ich mir recht gut vorstellen.’
Durch den Stadtpark ging ich nach R. zurück, wo an der katholischen Kirche Auflauf herrschte, auf einem Infoplakat las ich „Firmung mit Bischof J.R.“ und ich ging mit hinein.

Doch zuvor setzte ich mich draußen auf eine sonnige Bank zu einer Frau, welche Firmpate für ihre Enkelin sein wollte und im Rheinland wohnt, zwischen Trier und Köln. Wir redeten über Köln und den ganz besonderen Menschenschlag dort.

Noch nie vorher war ich in dieser katholischen Kirche gewesen und ich muss sagen, sie gefällt mir gut. Ein schöner lichter, schlicht gestalteter Raum, begrenzt von hohen Glaswänden, die den Blick auf große Bäume freigeben, die im Park draußen stehen. Einziger Schmuck, ein stattliches Jesuskreuz an der Wand, ein Steinaltar und eine Reihe kleinerer modellierter Bilder an einer Wand, die Jesu Kreuzweg aufzeigen.

Die beiden Priester waren Gute und auch der Bischof ist ein ganz besonders Lieber. ‚Lieber Gott, hab Dank dafür!’ Er hat zu den 25 Firmlingen herzlich und weise gesprochen, B. hätte es kaum besser machen können. Auch die Zeremonie der Segenssprechung hat mir sehr gefallen. Der Bischof nannte die Vornamen der Firmlinge, wobei er die Hand auf ihre linke Schulter legte. Ganz besonders klangvolle Namen hatten sie alle, einer davon hieß, zu meiner Freude, Lukas.
Der Firmpate stand hinter seinem Firmling, legte seine Hand auf dessen rechte Schulter und verlas den Bibelspruch, den sich der jeweilige Jugendliche ausgewählt hatte. Sich einen solchen Spruch für sein weiteres Leben auszuwählen, das scheint bei den Katholiken gar nicht üblich zu sein, denn der Bischof betonte extra, er habe diesen schönen Brauch von den Evangelischen abgeguckt. Sympathisch find ich diese Offenheit.

Zum Empfangen der Hostie hab ich mich dann natürlich in die Reihe des Bischofs gestellt und hab ihm kräftig Herzwellen geschickt dabei. Falls ich jemals mit einem Priester über mein mystisches Erleben sprechen könnte, außer mit B. natürlich, dann mit diesem Bischof.
Während der gesamten Messe schwang Jesu Energie so stark in mir, dass ich mich direkt etwas bremsen musste, um nicht zu stark ins Schwingen zu geraten. Ja, und auch den schönen Brauch, sich nach dem Vaterunser die Hand zum Friedensgruß zu reichen, finde ich total liebenswert. Den könnten sich die Evangelischen gern von den Katholischen abgucken.

Da fällt mir grad ein, schon einmal hat mich dieser Friedensgruß tief beeindruckt, als wir an der Wallfahrt von Maria Alm hinüber zum Königsee teilgenommen haben und oben am Riemannhaus, von einem österreichischen und einem deutschen Priester, eine Bergmesse zelebriert worden war.
Dieser Gang über das Steinerne Meer war für mich eine ganz überwältigende Erfahrung. Bei herrlichstem Sonnenschein waren über dreitausend Pilger unterwegs, so viele, wie auf dieser Wallfahrt niemals vorher, und ich fühlte mich wahrlich wie von Engeln getragen, ging, den über 30 Kilometer langen Weg übers Gebirge, ohne zu ermüden. Beeindruckend war das!

Angeregt durch die Firmungssprüche suchte ich zu Hause meinen eigenen Konfirmationsspruch, dessen Wortlaut ich gar nicht mehr wusste: „So lasset uns nun durch Christus allezeit das Lobopfer bringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“ Ich kann mich gar nicht daran erinnern, ob ich mir den Spruch überhaupt selber ausgesucht habe, aber ich find, er passt gut zu mir.
...

Sonnabend, 2. Mai 2009
Maya: „Selbsterneuerung kann manifestiert werden; hohes Energiepotential.“

Talmud: „Die Verteidiger des Menschen: Reue und gute Taten.“   Bavli Schabbat 32

Als D. äußerst geräuschvoll heimkehrte, wachte ich auf. Er hatte wohl etwas zu feuchtfröhlich seinen Geburtstag gefeiert mit seinen Freunden.
Ich fühlte mich dann jedenfalls recht munter, setzte mich zum Schreiben und legte mich erst halb fünf noch mal hin, um mich vor der Meditation noch ein bisschen zu entspannen und mich vom liebsten Wesen der ganzen Welt ein wenig die müden Hüften wiegen zu lassen. Mit Meditation war dann allerdings nix, denn ich schlief ein.

Als ich nach Sieben wieder erwachte, fühlte ich mich, abermals prall gefüllt mit dieser großartigen priesterlichen Energie, wie ich sie schon am Mittwoch gespürt hatte, nur dass sie mir heute noch brennender erschien, noch unerträglicher. Grad als ich diese Energie durch alle Poren in die Welt hinaus fließen lassen wollte, da klang es in mir:
‚Stopp! Spüre erstmal eine Weile da hinein, Bettina, lass es da sein, halt es aus.’
So lag ich dann eine Weile ruhig da, bis ich fragte: ‚Was willst du mir denn damit sagen, mein Gott?!’
‚Nutze diese Energie, um die Jünger beim Erwachen zu unterstützen!’

Ich setzte mich also zur Meditation, nahm mir die Liste der Jünger und das Meditationsgebet auf den Schoß und verlas nun voll Inbrunst ihre Namen, die biblischen und die heutigen, wobei ich jedem einzelnen drei Wellen aus meinem Herzen sandte: ‚im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes Mariens’, um abschließend das Meditationsgebet zur Erleuchtung zu verlesen. Jesu Kraft schwang während der gesamten Zeremonie in vollkommener göttlicher Liebe in mir. Es war einfach wunderbar! Der quälende Druck in mir hatte sich dabei weitgehend entspannt, doch ich dachte mir dann, für B. würde die restliche Energie sicher noch ausreichen...
...

Dienstag, 5. Mai 2009
Maya: „Transformierender Geist übersteigt die Begrenzung der Kommunikation.“

Weisheit: „Liebe ist Demut, die zur Höhe steigt, Demut ist Liebe, die sich niederneigt.“   Franz von Sales

...
In der Medi sandten wir Erleuchtungsenergie aus, jedoch die letzte viertel Stunde gehörte dann endlich einmal nur mir. Zuerst wurde es unendlich still in mir, doch dann stieg wallend ein traumatisches Geschehen aus meiner Kindheit auf, dass ich mit stummen Schreien und bitteren Tränen heraus fließen ließ: Die Frau des Bauern, bei dem mein Vater gearbeitet hat, und die ich sehr gern hatte, war ganz plötzlich gestorben. Ich mag so vier oder fünf Jahre jung gewesen sein. Ich erinnerte mich nun daran, dass ich sie unbedingt mit zum Grab bringen wollte, aber das wurde mir verweigert, unter dem Vorwand, so eine Veranstaltung sei für Kinder nichts.
Heute sah ich mich nun wieder vor meinem inneren Auge, wie ich da im Kuhstall sitze und mit einem Hammer Nagel um Nagel in einen Hackstock schlage, wohl um den Schmerz zu erschlagen, der die kleine Seele zu erdrücken drohte? Arme kleine Bettina!

Den ganzen Tag hab ich schreibend im Bett gesessen, um Acht meditierte ich, schrieb danach aber weiter. Doch um Zehn drängte mich mein Liebster ganz nachdrücklich zur Nachtruhe. Willig gab ich seinem Wunsch nach, nicht ahnend, was noch auf mich zukommen sollte, oder besser gesagt was über mich kommen würde.
Wieder einmal strömte eine, für mich völlig neuartige, Energie in mich ein, bis ich ganz von ihr erfüllt war. Schwierig für mich, die rechten Worte dafür zu finden, wie sie sich anfühlte. Feierlich, drängend und heilig trifft es vielleicht am ehesten. Aber auch etwas Bodenständiges, Solides trug sie in sich, gewichtig und besitzergreifend war sie und zugleich lag irgendetwas Gehorsamforderndes in ihr. Vor meinem inneren Auge sah ich mich eingebettet in ein Blumenmeer, hellgrün und goldgelb.

‚Was hast du dir denn nun schon wieder einfallen lassen?’, fragte ich staunend.

‚Das ist die Hochzeit des Lammes, meine Liebste.

Erstaunlicher Weise nahm ich seine Worte wie selbstverständlich hin, als hätte er nur gesagt: Ich geh mal eben zum Bäcker, Brötchen holen.
Dann aber kam ich mir doch ganz schön überrumpelt vor, jedoch ohne, dass ich mich hätte darüber besonders aufregen können.

‚Ja, hätte man mich da nicht auch erst mal fragen können?!’, protestierte ich mild.

‚Aber, du hast doch schon längst Ja dazu gesagt, Bettina, also wozu überflüssige Worte verlieren? Und du liebst es doch spontan, oder?’
...

Dienstag, 12. Mai 2009
Maya: „Die Magie des Wassers öffnet seinen Schatz; reinigender Fluss entsteht.“

Weisheit: „Wer seinem Nächsten zu Hilfe kommt in seinem Leid, sei es geistlich oder weltlich, dieser Mensch hat mehr getan, als derjenige, der von Köln bis Rom bei jedem Meilenstein ein Münster errichtet.“   Albertus Magnus

Heut hatte ich ein süßes, munteres Baby auf meiner Liege. Das kleine Kreuzbein war schwer blockiert, so dass die Energie nur einseitig fließen konnte. Als sie wieder heimfuhren, floss alles absolut symmetrisch. Ihre Entwicklung wird sich nun also in ganz neuer Dimension vollziehen können. Freu mich!
‚Lieber Gott, ich dank dir für solche aufgeschlossenen, verantwortungsbewussten Eltern.’
Ich hab die Kleine dann noch ein Weilchen auf dem Arm halten dürfen; so ein göttliches Gefühl! Kinder sind doch wirklich das wertvollste, das uns vom Leben geschenkt wird.
...

Donnerstag, 14. Mai 2009
Maya: „Das Spielerische entscheidet; Ideen bekommen Verwirklichungskraft.“

Meditation zum Gesetz der Gnade:
„Bitte um Gnade, damit der Geist Gottes in mir wirken kann. Spüre gesegnete Tugenden tief in mir verwurzelt. Die Tugend der Weisheit, die Tugend der Gerechtigkeit und die Tugend der Barmherzigkeit vereinen sich mit meiner Liebe und strömen unablässig heilend in die Welt hinaus. Ja, so soll es sein!“

Als ich um Vier erwachte, wollte ich mich sofort aufsetzen, um zu schreiben, doch da nahm ich plötzlich wieder diese besondere Energie von gestern Abend wahr. Ganz still blieb ich liegen, spürte ihr nach, lauschte in mein Innerstes und  erhielt Antworten: ‚Hör zu, Bettina, wann immer ich diese Energie unserer ewigen Vereinigung in dich fließen lasse, heißt es für dich, äußerst wachsam zu sein. Dann erfüllen Informationen für dich den Raum, die dir auf ganz unterschiedliche Weise ins Bewusstsein gelangen können; sei es durch menschliche Begegnung, durch Beobachtungen in der Natur, durch ein Buch, einen Film oder auch durch unmittelbare Eingebungen aus dem Äther in dein Wesen. Also, Bettina, sei ganz besonders wachsam, immer dann, wenn du mich auf diesem Energieniveau zu spüren bekommst!’

‚Danke für die klare Ansage, Jesus’, sagte ich.

‚Wisse, Bettina, es gibt nur sehr wenige Menschen, die Zugang zu diesem energetischen Muster haben, diese Energie ist meinen engsten Familienmitgliedern vorbehalten.’

‚Ich fühl’ mich hoch geehrt, liebster Jesus, frage mich jedoch  immer wieder, wodurch ich mir das alles verdient habe. Warum gerade ich?!’

‚Gottes Gnade muss man sich nicht verdienen, Bettina. Du hast sie, weil es so und nicht anders im schöpferischen Plan geschrieben steht. Des Menschen Freiheit liegt nun darin, dies anzunehmen, oder aber nicht’, sagte er noch, ‚so ist letztendlich jeder Mensch selbst für sein eigenes Schicksal mitverantwortlich. Also, meine Liebe, genieße es ganz einfach auf diese himmlische Weise erhöht worden zu sein und lass uns dennoch demütig im Boden verwurzelt bleiben’, sagte er, worauf mir Schauer über Schauer den Rücken hinunter lief.

‚Ich dank dir, Schatz. Ich liebe dich.’

‚Ja. Das ist mir wohl bekannt. Ich liebe dich auch, Bettina.’
...

Vorwort zum 2. Kapitel 2. Band
- Pfingsten in Köln -  
31. Mai bis 6. Juni 2009 

Schon zu Ostern hatte ich mir gewünscht, Pfingsten wieder in Köln verbringen zu können. Hatte ich zu Ostern jede Sekunde gehofft und gebangt, B. irgendwie über den Weg zu laufen, wollte ich nun, bei meinem Pfingstaufenthalt, nur an mich denken.
Ich hatte mir vorgenommen, meinen Lichtnahrungsprozess, bei dem in der ersten Woche absolut nichts gegessen und getrunken wird, in dieser Woche zu starten. Ich war echt gespannt, wie sich das wohl gestalten würde.
...

Pfingstmontag, 1. Juni 2009  zweiter Tag in Köln
Maya: „Das Urwasser ermöglicht Reinigung. Fließkräfte bündeln ihr Potential.“

Pfingstmontag: Der Pfingstmontag wurde in einigen Ländern als zweiter Feiertag und Oktavtag der früheren Pfingstoktav beibehalten, zählt aber liturgisch eigentlich nicht mehr zur Osterzeit, sondern bereits zum Jahreskreis. Nur noch in der außerordentlichen Form des römischen Ritus wird die Pfingstoktav weiter gefeiert.

Zur Pfingstoktav fand ich in Auszügen folgendes im Internet:
„Heiliger Vater, führen Sie bitte die wunderschöne Pfingstoktav wieder ein.

Komm, o Geist der Heiligkeit!

Aus des Himmels Herrlichkeit
sende Deines Lichtes Strahl.
Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh,
komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,

Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund!
In Ermüdung schenke Ruh,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit

mache unsre Herzen weit,  (statt: mach Dir unser Herz bereit)
dring in unsre Seelen ein!
Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.
 
Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht,
beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, ich bitte Dich   (statt: wir bitten Dich)

gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!
Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.“

Also mir gefällt die Oktav sehr gut, sie trägt eine ganz wunderbare Schwingung in sich. Wegen mir kann die gern wieder eingeführt werden, nur zwei kleine Veränderungen würde ich vorschlagen. Warum ist die überhaupt abgeschafft worden?
...

Nun sitz ich wieder seit einer Stunde hier auf meiner Bank vorm Dom und lasse mich von der aufgehenden Sonne bescheinen.
Es sind schon erstaunlich viele Leute unterwegs heut Morgen, in erster Linie Jugendliche in Gruppen; ich glaub fast, die sind noch gar nicht im Bett gewesen. Einige der Passanten  werden wohl unterwegs zur Arbeit sein und die Straßenkehrer sind im Einsatz, um den Verpackungsmüll von Mc Donalds wegzuräumen, der hier unter den Bänken herumliegt, obwohl die Papierkörbe doch ganz in der Nähe stehen. Der Straßenkehrer hat mir ein bisschen sein Leid geklagt und schien erfreut zu sein, einen so geduldigen Zuhörer gefunden zu haben.
Jetzt werd ich erst mal gehen und die Morgenmesse im Dom mitfeiern.
...
Vorhin, in der Messe in der Marienkirche, hab ich mich wohl gefühlt. Unter den fünf Akteuren waren drei Gute und bei den Lesungen, bei Predigt und Gesängen kam ich jedes Mal voll ins Schwingen. Diese St. Mariä Himmelfahrt ist wunderschön! Sie hat einen prunkvollen, reich bebilderten Altar und birgt noch so manchen anderen Kunstschatz. Und sie fühlt sich für mich wirklich ganz besonders an, fast wie eine alte Bekannte.
...
Jetzt sitz ich hier an der flachen Uferseite des Rheins, an die ich mich mit der Gondelbahn übersetzen ließ. Meine Hosenbeine sind aufgekrempelt, denn eben stand ich noch mit nackten Füßen im alten Vater Rhein! Herrlich!
...
Als ich wieder über den Markt kam, stiegen mir Essensdüfte in die Nase und besonders verführerisch ging mir der Kaffeeduft nach; die Macht der Gewohnheit! ‚Lasse mich widerstehen der Versuchung!’, betete ich.
...
Jetzt wird es zwar sicher schon in der zehnten Stunde sein, aber die Wiesen und der große Imbiss hier am Aachener Weiher sind noch voller Menschen; die Temperatur ist aber auch wirklich total angenehm. Vorhin saß ich hier mit drei keinen, bildhübschen, irakischen Mädchen zusammen, die, wie ich, ihre Füße im Weiher badeten. Der Kleinen musste ich helfen, denn sie reichte nicht bis zum Wasser hinunter. Sie mögen acht, sechs und vier gewesen sein und hießen Chilin, Safin und Sarin. Süße Puppen waren das, der reinste Labsal für meine geplagte Großmutterseele.
...
Zum Abschluss des Tages bestätigte ich den Engeln, dass ich meinen Lichtnahrungsprozess fortsetzen möchte, worauf ich selig einschlief.

Sonnabend, 6. Juni 2009  siebenter in Köln   Heimfahrt
Maya: „Magische Wirkkräfte schaffen Balance; Aufnahmefähigkeit ist erhöht.“

Bibel: Johannes 15,23-27: Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater. Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen, und hassen doch beide, mich und meinen Vater. Doch daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gesetze geschrieben: „Sie hassen mich ohne Ursache.“ Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen.

...
Später, auf dem Weg zur heiligen Messe im Dom hab ich Jesus darum gebeten, er möge doch heut zum Abschluss noch mal einen guten Priester die Messe halten lassen und so war es dann auch. ‚Danke!’ Der Priester trug einen weißen Talar mit grüner Schürze, auf der ein kleines goldenes Quadrat gestickt war.
Nach der Messe fand ich noch ein Büchlein mit guten Sprüchen und herrlich bunten Naturbildern, als Geschenk für I. Ich freu mich schon, wenn ich es ihr Morgen in der Sauna überreichen kann. Und ich freu mich auf die Massage, die sie mir sicher nicht verwehren wird.
...
Kurz vor halb Vier ging mein Zug ab Köln.
Jetzt ist es bereits halb Acht und ich sitz auf dem Bahnhof in Hannover, im Zug Richtung Halle. Draußen weint der Himmel, hier drinnen weine ich, die ganze Fahrt über schon, immer wieder. Während der gesamten Woche hab ich viel geweint. Immer wenn ich vor einer gekreuzigten Christusfigur stehe, kann ich die Tränen nicht zurückhalten, das war schon immer so und es ist in letzter Zeit schlimmer geworden damit. Aber sicher liegt es auch an meinen angekratzten Nerven im Moment. Vielleicht wird es besser, wenn nächste Woche die restlichen Gifte aus dem Körper gespült werden, durch den Orangensaft?
Sofort, wenn ich zu Hause ankomme darf ich ein Glas trinken. Ich freu mich schon so sehr darauf, kann es kaum noch erwarten. Dazu werd ich mir wohl ein schönes heißes Bad einlassen, obwohl es dann schon um eins in der Nacht sein wird.

Vorwort zum 3. Kapitel 2. Band
7. Juni – 15. August 2009

Dieses Kapitel soll die Ereignisse aufzeigen, die sich in meinem Leben zwischen Pfingsten und Mariä Himmelfahrt ereignet haben.
Ich erkannte, dass mein Kopf sich weigerte zu verstehen, warum ich nun keine materielle Nahrung mehr zu mir nehmen wollte und später wurde mir obendrein bewusst, wieso ich das Essen so liebe.
Meine unstillbare Sehnsucht machte mir arg zu schaffen und immer wieder meldeten sich Zweifel an, ob denn das alles, was mir hier so mystisch widerfährt, wirklich von Gott ausgeht und ob ich über unsere Liebe denn überhaupt so offen berichten darf. Doch Jesus brachte mir immer wieder Gewissheit auf meinem Weg und er zeigte mir, dass ich in Sicherheit bin.


Sonntag, 7. Juni 2009   Vollmond
Maya: „Geistesverbindung bringt schöpferische Kräfte; Resonanz öffnet Vision.“

Vollmond: Espenklang: Auf blauem Stoffe, nacktes Wippen, nackte Füße, Körperzittern, Körperwispern. Durchs offene Fenster, Vollmond und der Klang von Espenlaub, zum Rauschen blasser Münder, in rosa Höhlen, Blätterwispern, Espenklang. Zum Wippen nasser Körper, wie tonloser Gesang, zur Untermalung, Blätterzittern, Espenklang. Wir durchwandern blaue Täler in dunkelblauer Nacht, du für dich, ich für mich, windbetäubtes Schweigen unseren Weg entlang, einzige Begleitung im offenen Fenster, Espenklang. Yül www. vollmond .info.de

Noch in der Nacht hatte ich mir ein schönes heißes Wannenbad eingelassen, dabei Schluck für Schluck den Orangensaft getrunken, wobei ich mich liebevoll schaukeln ließ.
Nun ist mein Liebster wieder so fern und doch ist er mir so nah, wie noch nie. Doch manchmal denk ich wirklich, alles ist nur ein Traum und ich hab Angst aufzuwachen. Warum geschehen denn gerade mir all diese mystischen Geschichten?!

Es war eine wahre Wohltat, wie ich den Saft in den Mund fließen ließ und ihn zu allem Überfluss auch noch schlucken durfte. Einfach herrlich!
Eine Woche ohne Essen und Trinken liegt nun, ohne größere Unannehmlichkeiten, hinter mir. Das mit der Lichtnahrung funktioniert also, es ist wie ein Wunder!
Wenn es in nächster Zeit mehr und mehr Menschen geben wird, die begreifen, dass man sich sehr wohl nur von göttlichem Licht ernähren kann, und es wird sie geben, da bin ich mir sicher, dann sind die Konsequenzen daraus noch ganz unvorstellbar für mich. Wir brauchten zum Beispiel keine Lebensmittelindustrie mehr und welche Entlastung ergäbe sich daraus für unsere geplagte Erde?! Abschaffung oder Umgestaltung von Supermärkten, Schlachthäusern, Landwirtschaft, Massentierhaltung, Küchenmärkten, Haushaltswaren, Wohnungsbau, Gaststättengewerbe, Müllentsorgung, Kochbücher, Trinkwasser, Energiewirtschaft, Chemische Industrie, Milchproduktion, Ölkonzerne, Straßenbau, Zigarettenindustrie, Spirituosenindustrie, Krankenwesen, Freizeitindustrie, Reisebranche und, und, und ...

Die ganze Nacht über war an Schlaf überhaupt nicht zu denken, denn ich wurde mit Liebe übergossen, wie noch nie und dieses Spiel fühlte sich an, wie der sanfte Windhauch einer betörenden Sommernacht. So leicht, so schwerelos und so beglückt, wie in dieser wundervollen Nacht, hab ich mich noch niemals vorher gefühlt und nun fehlen mir wieder einmal die Worte, um dieses Mysterium angemessen zu umschreiben. Es gibt diese Worte auf menschlicher Ebene nicht, dieses unvorstellbar göttliche Empfinden lässt sich einzig und allein zwischen den Zeilen lesen.
So schwerelos, wie diese Nacht verbrachte ich dann auch den Tag. Fast glaube ich, ich könnte über Wasser gehen, wenn ich es versuchte. Das Rauschen auf den Ohren ist verschwunden, nur in den Nieren zieht es noch, aber es ist erträglich.

Die Meditationsstunde verging, wie im Fluge und der Morgenspaziergang am heutigen Vollmondtag ebenso. Als ich an meine heilige Stelle auf dem Feld kam, musste ich allerdings registrieren, dass jemand mein Kreuz mit dem Barmherzigen Jesus entfernt hatte.
‚Mein Gott, was für eine arme Seele mag das gemacht haben?’, fragte ich.
‚Egal’, sagte Jesus, ‚du baust ein neues Kreuz und steckst es an Fonleichnam wieder hierher!’
Nachdem ich dann meine drei Runden prozessiert hatte, ging ich über die Felder, um an der Hl. Messe in St. Marien teilzunehmen.

Ich genoss es, dass ausschließlich gute Seelen am Altar zu Gange waren und die Christusenergie unaufhörlich in mir und im ganzen Raum schwang. Nach der Messe sprach ich den Pfarrer an und fragte ihn, ob meine Flyer von dem Christlichen Ashram schon vergriffen sind, oder ob er sie gar nicht ausgelegt hat, oder sie vielleicht gar nicht auslegen möchte? Er meinte, er sei noch nicht dazu gekommen sich mit der Sache auseinander zu setzen. Ich berichtete ihm, dass ich in diesem Ashram Erleuchtung erfahren habe, erzählte, wie ich in jeder Kirche das Schwingen der Christusenergie auf unterschiedliche Weise spüren kann und dass ich mich dort, in diesem Ashram, Jesus so nah gefühlt habe, wie an keinem anderen Ort vorher. Bin jetzt mal gespannt, wie er sich entscheiden wird, ob er die Flyer nun auslegt oder nicht.
...

Dienstag, 9. Juni 2009 
Maya: „Entscheidungszone, etwas zu entfalten; die Richtung wird gefunden.“

Weisheit: „Verzichte auf deine Wünsche, und du wirst erlangen, was dein Herz begehrt.“   Johannes von Kreuz

...
Meine BOVIS steigen extrem. Hatte ich vor dem Lichtnahrungsprozess einen spirituellen Lebensenergiewert von 17 Millionen, so stehe ich heute bei 27 Mio. Ich bin wirklich mal gespannt, wie das damit am Ende des Prozesses aussehen wird.
Seit Gestern nehme ich abends mit dem Orangensaft Curcuma. So soll ich nun verfahren bis Neumond, rät Jesus, um die restlichen Schlacken und Gifte aus dem Körper zu bringen. Zwar schmeckt es nicht eben lecker, aber was soll’s.

Nach einer schwerelosen Meditation ging ich hinaus aufs Feld, wo ich gehmeditierte, meine drei Runden auf meinem heiligen Platze drehte und mich dann auf eine Bank setzte, um in Ignatius von Loyola zu lesen. „In allem Gott“ ist der Titel des Buches. Es beschreibt eigentlich genau die Praxis, um die sich auch die sogenannte esoterische Szene bemüht, ohne dafür in der Kirche zu sein. Ich glaube fast, das spirituelle Wachstum ist heute außerhalb der Kirche stärker entwickelt, als in ihr. Kaum einer der fleißigen Kirchgänger wird sich vorstellen können mit Jesus oder den Engeln ganz entspannt plaudern zu können, wie mit einem guten Freund. Viele von ihnen sind total blockiert, aus Angst, das Alte loslassen zu müssen. Sie klammern sich an alte Klischees, wie ein Ertrinkender an die Bohlen des sinkenden Schiffes.
In der spirituellen Szene, außerhalb der Kirche, da erkenne ich viel mehr Mut um Neues auszuprobieren und sich für Erkenntnisse zu öffnen, die momentan den eigenen Horizont noch übersteigen. Vielleicht findet man hier sogar mehr Menschen, die erleuchtet sind, weil sie sich der enorm steigenden Schwingungsenergie der Erde anvertrauen und sich diese zu Nutze machen.

‚Du, da ist noch jede Menge Aufklärungsarbeit notwendig in deiner heiligen Kirche, mein lieber Jesus!’

‚Du sagst es, Bettina, aber dafür sind wir ja jetzt hier.’

Mittwoch, 10. Juni 2009 
Maya: „Tag der Ordnung; höchste Reflexionswirkung bringt Erkenntnisse.“

Koran: „17. Sie sind jenem Manne vergleichbar, der ein Feuer anzündete; und als es alles um ihn erhellte, nahm Allah ihr Licht hinweg und ließ sie in Finsternissen; sie sehen nicht. 18.Taub, stumm, blind: also werden sie nicht zurückkehren.“

Ich hatte meinen Morgenspaziergang schon abgeschrieben, weil ich früh zeitig mit meiner Elsi zur Ärztin fahren wollte, aber wir waren dann von dort schon um Neun zurück, so dass ich mich entschloss, doch noch los zu marschieren. Zwar schien die Sonne, aber der Wind pfiff unangenehm kalt.
Auf der Bank hielt ich es nicht lang aus, mit meinem Ignatius und zu Haus kuschelte ich mich noch mal ins Bett. Jedoch erst nachdem ich mittags ein Bad genommen hatte, hörte ich endlich auf zu frösteln. Auch die Nieren waren mir dankbar für das schöne heiße Bad; sie sind das einzige Organ, das mir noch leichte Beschwerden verursacht, in meinem Lichtnahrungsprozess.
...

Donnerstag, 11. Juni 2009   Fronleichnam
Maya: “Maximaler Transformationsrahmen; Selbsterneuerung kann geschehen.“

Fronleichnam: Dieses Fest wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. zum Fest der Gesamtkirche erhoben.
Die Schaffung des Fronleichnamfestes geht auf eine Vision der heiliggesprochenen Augustiner-Chorfrau Julia von Lüttich im Jahre 1209 zurück. Sie habe in einer Vision den Mond, an einer Stelle verdunkelt gesehen und Christus habe ihr erklärt, der Mond symbolisiere hier das Kirchenjahr und der dunkle Fleck darin, das Fehlen eines Festes für das Altarsakrament, also der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie, in Kommunion und Opferspeise.
Der wichtigste Teil des Fronleichnamfestes ist die Heilige Messe, deren liturgische Texte sich auf das Geheimnis der Eucharistie beziehen. Vielerorts wird diese Heilige Messe im Freien gefeiert.

In dieser Nacht war abermals nicht viel mit Schlaf. Nur Liebe war angesagt, in immer höher steigende Dimensionen, wie mir scheint. Ich bin so froh, mich dem Lichtnahrungsprozess hingegeben zu haben, verspüre regelrecht die unendliche Leichtigkeit des Seins.
Die Medi verlief schwebend, aber auf meinem Spaziergang liefen mir wieder die Tränen und ich fragte Jesus zum zigsten Male in dieser Woche: ‚Soll ich denn das wirklich alles glauben, dass ich nicht eine unter vielen sein soll, sondern die eine für dich?’
Jasmuheen schreibt in ihrem Buch, dass negative Gedankenbombardements stattfinden können in der zweiten Woche des Prozesses und dass man diesen Zweifeln keinen Glauben schenken soll. Ich glaub meine Bedenken hängen mit diesem Phänomen zusammen. Und sobald ich die Zweifel ausgesprochen habe, weiß ich ja auch sofort, dass alles so wahr ist, wie ich es empfinde.

Und Jesus bestätigte mir nun zu zigsten Male in dieser Woche: ‚Glaub es nur, Bettina, du bist mir die Gefährtin meiner Seele, ohne dich bin ich nur die Hälfte wert. Uns verbindet das kosmische Band, jetzt und alle Zeit.’

‚Ich spüre es ja selber, dass es so ist, wie du sagst, mein Liebster, aber es ist alles so unglaublich, so großartig. Warum gerade ich?’

‚Soll ich dir darauf antworten, Bettina?’

‚Nein, du hast es mir ja schon so oft gesagt, dass es eben so in Gottes Plan liegt. Entschuldige, Schatz, ich muss dich doch ganz schrecklich nerven mit meinen ewigen Zweifeln.’

‚Ich kann dich ja verstehen, Bettina, es ist halt nicht leicht für dich, für mich aber auch nicht. Ich liebe dich.

‚Und ich liebe dich, B.’

Auf meiner Bank las ich heut im „Sprachführer Spanisch“, den ich mir gestern gekauft hab. Die Vokabeln gingen mir ganz leicht von den Lippen, es klang echt spanisch, was ich da von mir gab. Ja, ich war eben in früheren Inkarnationen auch dort zuhause!
An die heilige Stätte steckte ich ein neu gefertigtes Kreuz und auch ein frischer Blumenstrauß schmückt nun wieder diesen Ort. Hoffentlich lassen sie nun meinen Barmherzigen Jesus in Ruhe.

‚Du gehst heut in die katholische Kirche, um das Hochamt mit Prozession zu feiern’, hatte Jesus gesagt, also begab ich mich um 18 Uhr dort hin. Die Messe fühlte sich total erhebend an, satt durchdrungen von Christi heiliger Energie.
Ch. fragte mich am Schluss, ob ich denn katholisch sei. „Nein, ich bin evangelisch.“, antwortete ich.
„Und warum bist du dann hier?“, wollte sie wissen.
Ich sagte dann nur, das sei eine lange Geschichte. Ja, was sollte ich ihr auch erzählen, so zwischen Tür und Angel? Mit meiner Sache müsste sich vielleicht mal ein kompetenter Priester oder ein Bischof befassen, und zwar in aller Ruhe und ausführlich.
Heute ist der Tag der Gebetszettel im Kölner Dom. Sicher wird meine Offenbarung für einigen Wirbel sorgen, falls sie’s gelesen haben. Ich denk, das wird noch mal alles ganz spannend und vielleicht auch brenzlig für mich, aber ich fühl mich geschützt von meinen Engeln und getragen von göttlicher Energie. Mir kann nix passieren. 

...

Mittwoch, 22. Juli 2009   Neumond   Tag der Maria Magdalena
Maya: „Erleuchtung ist am Höhepunkt; Das Leben kann sich weiter entwickeln.“

Maria Magdalena: Sie ist die einzige Frau, die in der Bibel als selbstständige Person definiert wird und nicht als Frau von, Tochter von, oder Schwester von irgendeinem Mann.
In den Evangelien taucht sie auf als die Sünderin, die Jesus mit ihren Tränen die Füße wusch; als Maria von Bethanien, Schwester von Martha und Lazarus, die Jesu zu Füßen saß und ihm zuhörte; und als Maria von Magdala, der Jesus sieben unreine Geister austrieb. Sie gehörte zu den Frauen die Jesus begleiteten, die mit ihrer Habe für den Unterhalt der Gruppe sorgten und bei seinem Begräbnis halfen. Maria Magdalena hielt aus unterm Kreuz und begegnete Jesus als erste nach seiner Auferstehung.
Im gnostischen Philippusevangelium nimmt Maria Magdalena die Stellung der Lieblingsjüngerin ein, die in den kanonischen Evangelien Johannes zukommt.(Ich sage, beides stimmt, denn ich weiß, Maria Magdalena war Jesu Frau und Johannes war beider erstgeborener Sohn). In zwei Versen wird Maria Magdalena bei Philippus genannt: „Drei (Frauen) hatten ständig Umgang mit dem Herrn: seine Mutter Maria, (seine) Schwester (Maria) und seine Gefährtin Maria Magdalena...“, zum einen. Und zum anderen: „...und die Gefährtin (des Erlösers) ist Maria Magdalena. Er liebte sie mehr als alle Jünger und er küsste sie oft auf ihren Mund.“ 
In Jesu Lehrgesprächen, der Pistis Sophia, nimmt Maria Magdalena einen Gesprächsanteil von über 60% ein. Besonders in Kapitel drei sagt der Erlöser Bemerkenswertes über sie:
„Du bist begnadet vor allen Frauen auf Erden, weil du die höchste Fülle, die höchste Vollendung sein wirst.

„Du bist begnadet in Fülle, du bist die allselige Vollheit, die von allen Geschlechtern selig gepriesen wird.“
„Doch Maria Magdalene und Johannes; der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen“, (heute bereits abzulesen an den BOVIS), „ und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein. Und ich bin sie und sie sind ich.“ (Genau so empfinde ich es ja bereits :-) Maria Magdalena ist die ewige Seelengefährtin Jesu, war auch zu Jesu Zeiten seine Frau und Apostelin seiner schöpfungsliebenden Lehren.
...

Die Meditation widmeten wir dann der Erleuchtung aller erwachenden Herzen der Welt und ganz speziell der der Jünger Jesu. Inbrünstig schickte ich das Gebet zur Erleuchtung hinaus in den Äther und verpasste darüber glatt das Ende der Meditation.
...
Nach Wannenbad und Siesta saß ich halb fünf wieder vorm PC und grad als ich ein paar Verse des Johannes vom Kreuz, aus der „Mystischen Vermählung“ fürs Buch abtippte, da fiel der Strom aus und alles war im Eimer. Vor ein paar Tagen war mir das schon einmal so ergangen. Es sei eine größere Havarie im Elektrizitätswerk von Chemnitz dran schuld gewesen, hieß es.
Mein Gott, welche Schäden und Unannehmlichkeiten werden wohl durch diesen Stromausfall in Haushalten und Betrieben verursacht worden sein?! Wie viele Daten werden dabei einfach verschwunden sein? Der Verlust meiner eingetippten Verse, die ich ja jederzeit noch mal tippen kann, erscheint mir dagegen ganz und gar nichtig.
Ich klemmte also meine Unterlagen unter den Arm und marschierte wieder in mein Bett, um zu lesen. Vorher gönnte ich mir eine Flasche Rote-Bete-Saft. Ein Hochgenuss!

Die Abendmeditation ließ ich ausfallen, denn mir waren meine Aufzeichnungen der Ashramzeit vom Sommer 2008 in die Hände geraten, die mich nun total fesselten, bis ich auch die letzte Zeile gelesen hatte. Danach fiel ich einfach um und schlief in Tageskleidern sofort ein.

Freitag, 31. Juli 2009 
Maya: „Die Reinigungskraft des Fluidum sorgt für Fluss und Entwicklung.“

Psalm 82: 1. Ein Psalm Asaphs. Gott stehet in der Gemeine Gottes und ist Richter unter den Göttern. 2. Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela. 3. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht! 4. den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt! 5. Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes fallen. 6. Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten; 7. aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen. 8. Gott, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr über alle Heiden.

Die Liebe floss stürmisch. Zwar hatten wir uns vorgenommen, dass wir nicht länger aufbleiben wollten, als bis Mitternacht, als wir jedoch endlich müde wurden, da war es bereits um zwei.

‚Sag mal, Jesus, soll ich denn das wirklich alles so schreiben?’, fragte ich wieder mal, ‚die Leute halten uns doch für totale Lüstlinge, wenn die das lesen, Schatz!’

‚Ich würd’s eher so beschreiben’, sagte er, ‚wir vollziehen die Lust am Leben und zwar mit innigster Freude, so wie es Gott gern sieht, Bettina.’

‚Ja, so seh ich’s ja auch, B., aber was werden die Leute sagen?’, fragte ich wieder, ‚die werden sich doch das Maul zerreißen!’

‚So werden es nur die tun, die der Neid zerfrisst, mein Schatz. Die guten Seelen werden sich mit uns freuen und sich wünschen, ihnen möge auch solch großes Glück widerfahren’, entgegnete er. ‚Also mach dir keine Sorgen, um deinen guten Ruf, Bettina, alles wird sich klären und zwar zum Besten.’

‚Dein Wort in Gottes Ohr, B.’

Viel war dann nicht mit Schlaf in dieser Nacht, denn alle Stunden wurde ich geweckt, um göttlich geliebt zu werden.

Um Sechs setzte ich mich endlich zur Meditation, für eine Stunde. Meine Chakras gingen förmlich auf, wie eine Rosenblüte im Zeitraffer, wurden weiter und weiter und das sanfte Schwingen der geliebten Christusenergie begleitete die gesamte Sitzung.
Ich ging dann durch den Garten, pflückte eine Tüte voll Rosenblätter und einen Strauß Lilien, die ich aufs Feld stecken wollte. Die Sonne strahlte herrlich und erst gegen zwölf war ich wieder zuhause.
Wenn ich dann Morgen noch mal in Matthäus lese, hab ich’s durch, zum ersten Mal in meinem Leben! Oder vielleicht sollte ich besser sagen, zum ersten Mal in diesem Leben? Denn auch hier scheint mir alles so vertraut, dass ich mir sicher bin, irgendwann konnte ich es schon mal auswendig hersagen. Mal sehen, ob mir das dann bei Markus und Johannes auch so ergeht. Ich vermute es fast.
...

Mittwoch, 5. August 2009 

Maya: „Die Kräfte der Magie werden gebündelt; Aufnahmefähigkeit erweitert.“

Koran: „27. Die den Bund Allahs brechen, nachdem (sie) ihn aufrichtet, und zerschneiden, was Allah zu verbinden gebot, und Unfrieden auf Erden stiften: diese sind die Verlierenden. 28. Wie könnt ihr Allah verleugnen? Ihr waret doch ohne Leben, und Er gab euch Leben, und dann wird Er euch sterben lassen, dann euch dem Leben wiedergeben, und ihr kehrt dann zu Ihm zurück. 29. Er ist es, Der alles für euch erschuf, was auf Erden ist; dann wandte Er Sich nach dem Himmel; Er vollendete deren sieben Himmel, und Er weiß alle Dinge wohl.“

Um vier wurde ich sanft geweckt, Gefühle und Gedanken flossen ohne Pause. Mir wurde so innigst klar, wie noch nie, dass hinter sexuellen Gefühlen einzig und allein Gott steht, dass Gottes Liebe allumfassend wirkt, nicht nur auf der seelischen, sondern auch auf der körperlichen Gefühlsebene. Alle Liebe der Welt wird gespeist, einzig und allein aus dem göttlichen Urquell.
Dann zweifelte ich wieder mal: Vielleicht bilde ich mir meinen B. ja nur ein? Vielleicht spürt er ja gar nix von dem, was ich zu erleben glaube mit ihm? Alles nur Hirngespinste?! Alles nur geistige Energie, ohne personellen Hintergrund?

‚Ach, B., hör doch auf!’, schalt ich, ‚Was suggerierst du mir hier wieder für zweifelnde Gedanken?!’

‚Wieso denn ich schon wieder?’, fragte er amüsiert.

‚Weißt du, was ich mich grad noch frage?’

‚Ja, was denn, meine Liebe?’

‚Ich frag mich, soll ich meine Reiki-Oase erhalten, oder soll ich das Geschäft aufgeben?’

‚Ja, wo möchtest du denn gern arbeiten, Bettina?’, fragte er.

‚Mir schwebt da eine Arbeit im Ashram vor’, sagte ich erheitert, ‚und zwar eine an deiner Seite, mein lieber B.’

‚Und so sei es’, sagte er abschließend. Die Frage aber, ob ich meine REIKI-OASE zumachen soll, blieb unbeantwortet.
...

Sonnabend, 15. August 2009     Mariä Himmelfahrt
Maya: „Auflösungskräfte setzen Aufmerksamkeit frei, Erblühen entsteht.“

Mariä Himmelfahrt: Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem sechsten Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Andere religiöse Richtungen weigern sich Mariäs Erhebung zum Vater anzuerkennen, weil darüber nicht direkt in der Bibel berichtet wird, jedoch werden einige Schriften als Hinweis darauf gedeutet. z.B. Offenbarung des Johannes 12.1 (Und ich selbst spür ja Marias sanfte Energie so deutlich, dass ich mir Mariä Himmelfahrt ganz sicher bin.)

Am heutigen Tage widmete ich mich ausschließlich der Mutter Maria. Das heißt fast ausschließlich, denn von halb bis um Sechs und auch zur Siesta, wollte mich ihr Sohn ganz für sich haben und schenkte mir göttliche Momente hingebungsvoller Liebe, die keine Wünsche offen ließ und doch flossen mir dabei wieder unwillkürlich heiße Tränen.

Den Spaziergang am Morgen ließ ich ausfallen, weil ich mir vorgenommen hatte, nachmittags zum Kräutersammeln raus zu gehen. Außerdem hatte ich mit meiner Elsi vormittags eine Heilanwendung vereinbart.
Während der gesamten Morgenmeditation hab ich Reiki zu der Frau fließen lassen, in der ich Marias Seele erkannt habe. Dies, als kleines Geschenk zu ihrem heutigen Gedenktag.

Über Mittag saß ich dann am PC, hab mir ohne Pause, immer wieder B. Betrachtung zu Mariä Himmelfahrt angehört, wobei ich mir aus dem Internet die Email-Adressen der Kirchen suchte, denen ich schon einmal Flyer des Ashram hatte zukommen lassen. An diese Adressen sandte ich dann als „kleine Aufmerksamkeit zu Mariä Himmelfahrt“ eine mail, der ich B. Predigt zum Thema anhängte.
...
Bevor ich gegen Abend die Messe in St. Marien besuchte, fuhr ich mit dem Rad zum Kräutersammeln, weil deren Heilkraft an diesem Tag Marias ganz besonders intensiv ist. An meiner heiligen Stätte hielt ich an und brachte, neben Jesus, ein laminiertes Bildnis von Maria auf ihrer Himmelfahrt an, mit der Unterschrift „Dank sei dir Maria“.

*Bild der heiligen Stätte mit Maria einfügen evtl.

Die Marienfeier in der Kirche war ganz wunderbar, erfüllt von ihrer sanften, Trost spendenden Liebesenergie, die abwechselnd mit der Energie ihres Sohnes das Gotteshaus durchströmte.
Ich kann mir in solchen Situationen immer nur sehr schwer vorstellen, dass die anderen Anwesenden diese Energien nicht so intensiv spüren können, wie mir das möglich ist. Aber es scheint wohl so zu sein, größtenteils wenigstens. Schade! Da haben wir noch jede Menge heilende und erweckende Liebesenergie zu verschicken, bis sie alle soweit vorbereitet sind, das Gott sich ihnen wirklich tief mitteilen kann, so ist jedenfalls mein Eindruck

...

Donnerstag, 3. September 2009
Maya: „Ideen bekommen ihr Formmaß; die Fülle kommt aus dem Träumen.“

Meditation: „Tue es Maria Magdalena gleich, Jesu ewiger Seelengefährtin; verbünde mich mit ihrer Seele; wir erfüllen die Herzen der Menschen mit unserer magisch heiligen Liebe, transformieren die finstren unreinen Geister zu lebendiger Lichtenergie. Wir erheben die Schwingung der Erde und ihrer Bewohner in unendliche Dimensionen, verankern Eden auf Erden. Jesus steht uns bei.“

...
Stöbernd im Internet, stieß ich „zufällig“ auf einen Text, der von Lukas berichtete. Ich staunte nicht schlecht, als ich las, dass er sein Evangelium erst in den Jahren 80-90 geschrieben hat. Da stand auch, dass er eine besondere Quelle gehabt haben muss, denn die Geschichten vom barmherzigen Samariter, vom armen Lazarus oder, beispielsweise, die von Zachäus finden nur bei Lukas Erwähnung, bei den anderen Evangelisten dagegen nicht. Ich hatte doch immer gemeint, dass Lukas bereits zu Lebzeiten Jesu geschrieben hat und deshalb eine bestimmte Ahnung, die immer wieder in mir hochkommen wollte, enttäuscht niedergedrückt, nämlich, dass meine Seele in Maria Magdalena zuhause gewesen ist. Nun auf einmal stand alles glasklar vor mir: Ich war Maria Magdalena und Jesus mein Gemahl! Ich kriegte mich gar net wieder ein, vor lauter Tränen der Rührung und Erleichterung. Lange haben wir uns dann göttlich geliebt und konnten gar nicht genug von einander bekommen.

Vorwort zum 5. Kapitel 2. Band
- Reformationstag -
07. September – 31. Oktober 2009

Das folgende Kapitel beleuchtet die Zeit nach dem September-Vollmond bis zum Reformationstag.
Absolut überwältigende Erkenntnisse flossen unaufhaltsam aus mir heraus in diesen Tagen und Jesus führte mich nach Magdala, sodass ich dort in der Kirche ein Info–Blatt über die geplante Israelreise der Gemeinde finden konnte. Zu dieser Reise meldete ich mich an, wobei ich ein Stoßgebet zum Himmel schickte, ich möge doch bitte mitfahren dürfen.
Im schönen Salzburger Land, am Fuße des Hochkönigs machte ich Herbsturlaub.

Montag, 7. September 2009   
Maya: „Vollendungskräfte sorgen für Heilung; Wissensfülle komplettiert sich.“

Dhammapada: Aus dem Recht-Kapitel
256 Nicht dadurch hat man Recht, dass man willkürlich sich das Recht verschafft. Beides, das Recht, das Unrecht auch, das scheide wohl der weise Mann. 258 Ein Weiser wird man dadurch nicht, sofern man viele Worte macht: geduldig, hassfrei, ohne Furcht – ein solcher „weise“ wird genannt. 261 In welchem Wahrheit lebt und Pflicht, auch Milde, Selbstzähmung und Zucht, der, frei von Flecken, weisen Sinns – ein solcher „Thera“ wird genannt. 264 Nicht die Tonsur den Büßer macht; wer unfromm ist und voll von Lug, wer Wunscheslust umsponnen ist, wie kann der wohl ein Büßer sein?!

Halb Vier erwachte ich nach einem Traum: - Er spielte in einem engen Treppenhaus, in dem ständiges, nervendes Auf und Ab herrschte. Zum Schluss steige ich mit einer alten Frau, die im Rollstuhl sitzt, in einen Fahrstuhl, um sie zur Toilette hinunter zu bringen. -

‚Warum ging der Fahrstuhl nach unten und nicht nach oben, was doch Wachstum bedeuten würde?’, fragte ich Jesus, als ich erwacht war.

‚Weil es gilt herabzusteigen’, antwortete er.

‚Und, was bedeutet das für mich?’, fragte ich wieder.

‚Du wirst dein Buch nicht vollenden, Bettina’, sagte er bestimmend.

‚Nein, das glaub ich jetzt nicht!’, protestierte ich.

I. fiel mir ein. Die hatte vor kurzem gesagt: „Selbst wenn du dein Buch nicht veröffentlichen solltest und ich meins auch nicht, so ist es doch enorm wichtig für uns, es geschrieben zu haben.“ Ich glaub, damit wollte mir Jesus etwas mitteilen, aber ich schob es damals von mir, obgleich mir diese Worte später immer wieder in den Sinn kamen.
‚Du wirst dein Buch nicht veröffentlichen.’ Ich nahm diese ungeheure Ansage erstmal erstaunlich ruhig entgegen, obwohl das doch bedeuten würde, dass ein dreiviertel Jahr Arbeit für die Katz gewesen wäre. Außerdem sind doch so wichtige Aussagen darinnen, die anderen wohl helfen könnten, ihr eigenes Erleben besser zu verarbeiten.

‚Du wurdest doch auch erleuchtet, ohne dieses Buch gelesen zu haben’, meldete sich Jesus wieder.

‚Ja, aber indem ich es schrieb, hab ich doch täglich neue Erkenntnisse bekommen’, konterte ich. ‚Ich werde es auf jeden Fall fertig Korrektur lesen und es dann für mich ausdrucken.’

‚Nein, wirst du nicht!’

‚Warum denn nicht!’

‚Man nennt es Gehorsam, Bettina’, sagte Jesus gebieterisch.

‚Ich finde es aber enorm wichtig für mich das Buch und auch die anderen beiden zu vollenden’, wandte ich ein.

‚Meinst du wirklich zu wissen, was wichtig für dich ist, Bettina? Vielleicht lässt du das mal lieber mich entscheiden, meine Liebe.’

In meinem Kopf ratterte es nur so: Soll ich oder soll ich nicht? Ich sagte mir dann beschwichtigend: Das ist nur wieder mal so ein Test, um zu sehen, wie ich darauf reagiere, wenn diese große Sache, an der doch mein Herz so sehr hängt, einfach abgebrochen werden soll. Ich entschied, es nun so zu machen, dass ich die Trilogie fertig schreibe und für mich ausdrucken werde, es sei denn Jesus macht mir tatsächlich einen handfesten Strich durch die Rechnung. Wenn es dann vollendet ist, dann lass ich es hier liegen, bis Jesus mich auffordert es an die Verlage abzuschicken. Ja, so mach ich das! Jesus wird den rechten Zeitpunkt für die Veröffentlichung besser wissen, als ich. Aber für mich ist das Schreiben wichtig.

‚Was meinst du dazu, B.?’

‚Mach, wie du denkst!’
...

Mittwoch, 9. September 2009
Maya: „Die Magie des Wassers vervollkommnet Reinigung; Fluss entsteht.“

Koran: „38. Wir sprachen: «Gehet hinaus, ihr alle, von hier. Und wer, wenn zu euch Weisung von Mir kommt, dann Meiner Weisung folgt, auf die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie trauern. 39. Die aber ungläubig sind und Unsere Zeichen leugnen, die sollen Bewohner des Feuers sein; darin müssen sie bleiben.»“

Halb Fünf wachte ich erregt auf, hatte wirr geträumt, wusste aber nicht mehr was.
Gegen Mittag fuhren wir los, I. und ich, zur spirituellen Hochzeit von S. und G. Ein schönes Fest war das, in der Kamenate von Orlamünde. Über fünfzig Leute waren da, größtenteils gute Seelen, die bei gutem Essen, Kreismeditation, Singen, Bauchtanz, Dudelsackmusik und Trommeln am Lagerfeuer den Tag zusammen verbrachten. Informationen flossen für jeden im reichen Austausch. Ich glaub, keiner ist dabei zu kurz gekommen.
Ich erkannte wieder neue Seelen...

Die Nacht verbrachten wir im Rittersaal, auf dem Fußboden liegend, im Schlafsack. Geschlafen hab ich nicht, jedoch hatte ich eine wirklich amüsante Nacht. Von den etwa zehn Leuten, die im Saal schliefen, musste ständig einer raus und jedes Mal knarrte die schwere Ausgangstür dabei, wie in einem Gruselfilm. G. kam ein paar Mal durch den Raum gewandelt und stieß jedes Mal im Finstern an einen Besteckkasten, der da im Wege stand und laut rappelte, so dass wir uns vor Lachen kaum noch halten konnten, ich und der Herr meiner Seele, der natürlich auch in dieser Nacht getreulich bei mir lag.
Irgendwann, es war ganz still im Raum, da spürte ich den Geist der unglücklichen Kunigunde durch den Saal wehen. Sie hatte damals wohl ihre beiden Kinder umgebracht, um frei für ihren Geliebten zu sein, der sie dann jedoch gar nicht mehr haben wollte. Nun muss sie, als weise Frau, durch das Schloss von Orlamünde spuken.

Donnerstag, 10. September 2009
Maya: „Auflösungskräfte setzen Liebe frei; Loyalität strömt als Herzenskraft.“

Gebet: Die Welt, o Gott, ist Deiner so voll. Aus allen Poren der Dinge quillst Du gleichsam uns entgegen. Wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den guten und schlechten Stunden hängen. Wir erleben sie nicht durch bis zu dem Brunnenpunkt, an dem sie aus dir hervorgehen. Das gilt für das Gute und für das Elend. In allem willst Du mit uns Begegnung feiern und erwartest die anbetende und liebende Antwort. Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir so oft gesucht haben.   Alfred Delp

Zum Frühstück saßen noch etwa zwanzig Leute zusammen, die Ein-Euro-Jobber mit eingerechnet, die angetreten waren, um den Park des Schlosses zu pflegen.
Die Verabschiedung zog sich dann lang hin und es flossen dabei für jeden noch mal jede Menge Wachstum fördernde Infos. Ich lies immer mal wieder durchblicken, dass Jesus in Deutschland lebt und dass ich ihn kenne. Zu tieferen Gesprächen hierzu ist es jedoch nicht gekommen. Alle haben zwar Jesus als Vorbild, doch die realen mystischen Erfahrungen eines Anderen wirklich glauben zu können, daran haperts noch. ‚Bitte, lieber Gott, mach sie doch hörend und glaubend!’
Gestern schon hatte ich Flyer des Ashram an die Kirche von Orlamünde gehangen, heute machten wir auf der Heimfahrt hierfür einen Abstecher nach Magdala, wo die evangelische Johanniskirche steht, eine Namensschwester unserer Kirche zuhause. Ich drückte die Klinke herunter, in der Befürchtung, dass sie eh geschlossen sein würde, und siehe da, die Tür gab nach. ‚O, Wunder!’
Eine interessante Kirche ist das, die Schwingung war ganz besonders intensiv und die Bilder an den Wänden weckten unsere Aufmerksamkeit... Zwei Blätter nahm ich mit. Auf einem heißt es, dass Richard Wagner sich, auf seiner Flucht, in Magdala versteckt hatte und ein weiteres Blatt wies auf eine Israelreise hin, die die Gemeinde Magdala für 2010 geplant hat. Ich schrieb ins Gästebuch, dass Jesus heut in Deutschland lebt und unterzeichnete mit Maria Magdalena alias Lukas. Zuletzt ließ ich auch hier einen Packen Flyer zurück, wie auch später, in der Kirche von Bad Klosterlausnitz.

I. hatte B.M. gestern versprochen, dass wir auf unserer Heimfahrt kurz bei ihr vorbeischauen würden. Nur den genauen Weg zu ihr hatte sie sich nicht erklären lassen. Sie leitete mich nun kreuz und quer durchs Jenaer Land, welches wir nun wahrscheinlich bis in den kleinsten Winkel durchforstet haben, jedoch fanden wir schließlich B.M. doch in ihrem Steinbruch, wo sie mit dem Behämmern einer menschengroßen Skulptur zugange war, von der schon jetzt, im noch unfertigen Zustand, eine ganz enorme und doch sanfte Schwingung ausging.
Als wir an einem Bauernhof vorbeigingen, wo uns schimpfend eine Herde aufgebrachter Gänse drohte, da blieb ich stehen, schickte die heilige Energie in die Gänse, worauf sie sofort zahm verstummten. Klasse!
Gleich neben B.M. Gehöft liegt die evangelische Kirche von G. B.M. hatte den Schlüssel und so gingen wir hinein. Die Energie darinnen fühlte sich für mich schwer an und ich riet ihr, hier mal kräftig durchzuräuchern. Das dürfte wohl kein Problem sein, meinte sie. Bis abends saßen wir bei ihr im Hof, redeten über Gut und Böse, über dies und das und hatten wohl letztendlich alle das Gefühl, bereichert unserer Wege zu gehen.
...

Montag, 21. September 2009
Maya: „Nährende Kräfte umsorgen den Lebensprozess; Tag für Entscheidungen.“

Dhammapada: Aus dem Allerlei-Kapitel
291 Wer dadurch, dass er Andre quält, zu seinem eignen Glücke strebt – gebunden von des Hasses Band, kommt dem der Hass niemals zur Ruh’. 293 Bei denen aber, wohlgeübt, die Einsicht stets den Leib bewacht, die folgen nicht dem Schlechten nach; die harren aus bei ihrer Pflicht. 296 Weitwachen Geistes bleiben wach immer die Jünger Gotamas, bei denen ständig, Tag und Nacht, das Denken auf den Buddha geht. 302 Schwer freut sich’s schlechter Pilgerschaft; schwer lebt sich’s wo das Haus voll Leid; Leid ist’s, von Gleichen fern zu sein. Wer viel umherreist, dem folgt Leid. Drum reise man nicht hier und da und sei auch nicht von Leid gefolgt.

Mitternacht. Eben wachte ich auf, oder war ich etwa schon wach? Träumte ich grad?! Nein! Ich wachte und sah bildhaft Seele um Seele sich zu uns gesellen, in ihrer ganzen Reinheit und Größe, im vollen Bewusstsein ihrer Berufung. Am Ende spürte ich dann meine eigene Seele, um die es heller und heller, weiter und weiter, leichter und leichter wurde, indem mein Wesen, in vollem Umfang, Gottes eigene Wesenheit empfinden konnte und ich auf meine Frage: ‚Was kann ich denn tun?’, die Antwort bekam: ‚Du bist da, um Liebe in die Welt zu senden, Liebe über Liebe’, was ich auch sofort tat, worauf es immer noch leichter, weiter und heller wurde, in mir und in der Welt und mir wurde so klar, wie noch nie, dass dies die eigentliche Hauptaufgabe eines jeden Menschen ist.
...

Sonnabend, 10. Oktober 2009
Maya: „Feuerkraft stabilisiert das Leben; Plattform für Erleuchtung entsteht.“

Talmud: „Sage nicht, wenn ich frei sein werde, werde ich lernen; vielleicht wirst du nicht frei werden.“   (Hillel) 2,15

Zehn bis achtzehn Uhr verbrachte ich auf dem Gesundheitstag, im Kraftwerk in Chemnitz. Eine überwiegend gute Atmosphäre herrschte dort vor. Ich hatte einige Interessenten zum Beckenrichten auf meiner Liege, außerdem viele positive Begegnungen und herzliche Gespräche.
...

A. hatte mich früh gefahren und abends fuhr er mich dann direkt vom Kraftwerk zum Bahnhof.
Nun sitz ich hier auf Gleis zwölf des Chemnitzer Bahnhofs und warte auf meinen Zug.
Kurz vor Mitternacht ist es und ich sitz schon wieder auf einem Bahnsteig, auf dem Nürnberger. Fünf Stunden Aufenthalt! Wie soll ich die nur vorüber bringen, bis mein Zug nach München fährt?! Erst mal werd ich mir jetzt meinen Jeremia-Roman aus dem Rucksack kramen...

Dienstag, 13. Oktober 2009
Maya: „Die Kraft der Fülle bestimmt die Ideen; Intuition leitet Lebensprozesse.“

Weisheit: „Der Geist soll herausschauen durch den Blick des Stoffes und der Stoff soll des Geistes Antlitz aufdecken. Dann werden Mensch und Übermensch eins sein und die ganze Erde wird ein einziges Leben.“   Aurobindo Ghose

Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, denn mein Göttergatte verlangte Liebe ohne Ende. Was ist nur wieder mit ihm los? Ich war hernach so was von aufgewühlt, dass ich nicht einschlafen konnte, also las ich in Jirmijah und als ich halb Drei, wie ich meinte, endlich das Buch weglegte und mir die Zeiger des Reiseweckers noch mal genauer anschaute, da war es nicht halb Drei, sondern bereits viertel Sieben. Wie schnell Zeit doch vergehen kann!

Es hat geschneit in der Nacht. So zwanzig Zentimeter werden es sein. Den ganzen Tag hab ich gelesen, geschrieben und Rosenkranz gebetet, in aller Ruhe und von ganzem Herzen. Für einen kompletten Rosenkranz hab ich fünfzig Minuten gebraucht. Das wären ja für alle vier Rosenkränze, wie sie in der Kirche gebetet werden, drei Stunden und zwanzig Minuten! Vielleicht rattern die das alles aber auch nur so runter, ohne voll das Herz mit hineinzulegen? Ich hab in der Kirche ja noch nie einen Rosenkranz mitgebetet, kann also auch nicht wissen, wie das dort abläuft. Ich kann auch noch nicht sagen, ob das Rosenkranzbeten mein Ding werden wird, denn wenn ich mich ganz einfach direkt an Maria wende, so wie man zu einer Freundin spricht, da kommt viel mehr von ihrer sanften Schwingung zu mir rüber, als es beim Rosenkranzgebet der Fall ist; aber vielleicht ändert sich das ja noch. Ich werd mal bisschen herum experimentieren damit.

Nachmittags hab ich ein paar Postkarten geschrieben und in der Kirche war ich, in der vor Jahren einmal ein Chemnitzer Pfarrer seinen Dienst getan hatte und die draußen, knapp unterm Dach, eine Markierung aufweist, die bezeugt, dass am 1. Mai 1817, also genau 170 Jahre vor D. Geburt, die Schneemassen bis dort hinauf reichten. Die Schneehöhe betrug damals 15 Meter.

Ich liebe diese kleine Kirche, bin schon oft darinnen gesessen und hab dabei Christus in mir schwingen lassen. Der Kreuzweg ist dort auf ganz eigene Weise an die Wände gemalt, in pastellenen erdigen Tönen. Jede Station zeigt ein größeres Abbild Jesu und in einer kleineren Abbildung, das Geschehen um ihn herum. Auch der Altar ist ein Kunstwerk für sich und an der rechten Wand steht ein kleiner, halbrunder Tischaltar, an dem die vier Evangelisten mit Ölfarben, ganz naturgetreu abgebildet worden sind. Dieses kunstvolle Kleinod hat es mir ganz besonders angetan. Auch das goldene Kreuz Jesu, das darauf steht, ist, von seiner Gestaltung her, etwas ganz Besonderes. Schade, dass ich hier keinen Fotoapparat mithabe. Vielleicht sollte ich mir den Altar einfach abzeichnen?

Am Sonntag findet hier die heilige Messe statt, da will ich dran teilnehmen. So viele Male war ich nun schon hier, aber an solch einem Gottesdienst hab ich noch nie teilgenommen, hab stets allein hier drin gesessen, manchmal stundenlang.

Abends war ich, wie schon gestern, in der Sauna. Im Wasser geschwommen bin ich allerdings noch nicht, denn ständig fröstelt mich, weshalb ich mir auch Orangensaft gekauft hab und Kaffeepulver, damit ich bei Bedarf wenigstens mal etwas Heißes trinken kann.

Halb Neun meditierte ich, grüßte zuerst den Dalai Lama, Maria und Jesus und schickte dann, an alle Wesen der Welt, die Reiki-Energie auf den Weg. Nun wollte ich die letzte viertel Stunde nur noch mir selbst widmen, doch daraus wurde nix, denn mein Liebster ließ mir einfach keine Ruhe. Er schubste mich, ließ meinen Körper kräftig hin und her schwingen, streichelte mich von oben bis unten. Vor Neun noch brach ich die Medi schließlich ab, legte mich, in Erwartung seiner göttlichen Liebe lang hin, aber nix geschah. Bald darauf war ich eingeschlafen.
...

Vorwort zum 6. Kapitel 2. Band
01. – 28. November 2009

Der stille Monat November gestaltete sich für mich doch eher ereignisreich. Mit einer Leipziger Gruppe flog ich zum Focolar-Kongress nach Rokka di Papa, am Albaner See, nahe Rom. Unter anderem besuchten wir das Haus der Chiara Lubich, mit deren Seele ich mich sofort tief verbunden fühlte. Wir erlebten Rom und hatten eine Audienz beim Papst, die sich im Vorfeld recht turbulent gestaltete.
G. ist von uns gegangen in dieser Zeit, doch kurz darauf offenbarte mir Jesus, dass sie bald wiedergeboren werden wird und zwar von Eltern, die sie sich auch in früheren Inkarnationen schon erwählt hatte.

Donnerstag, 5. November 2009
Maya: „Loslassen schafft eine neue Plattform; Stabilität kann erreicht werden.“

Gebet: Gott, Du bist alles, was war und was sein wird, der Ewige: Wer dich erkennt, übersteigt den Tod. Kein anderer Weg führt zur Befreiung.   Upanishaden (nach Kailvalya 9

... Ein kleiner Bus brachte uns zu einem recht feinen, vielleicht kann man sogar sagen luxuriösen Hotel, das nur zehn Minuten Fußweg vom Kongresszentrum entfernt lag. E. meinte hocherfreut, dass sie noch nie so ein feines Quartier bekommen hätten und vor allem freute sie sich, dass es so nah beim Zentrum liegt, denn in den Vorjahren hätten sie stets mit dem Bus zum Zentrum fahren müssen.
Ich wusste, wer uns diese Bequemlichkeiten organisiert hatte, schließlich wollte er ja nicht auf seine geliebte Siesta verzichten müssen...

Freitag, 6. November 2009
Maya: „Durch das Tun kommt Wissen zustande; Heilungsprozesse beginnen.“

Psalm 126: 1. Ein Lied im höhern Chor. Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. 2. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Großes an ihnen getan. 3. Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. 4. Herr, wende unser Gefängnis, wie du die Wasser gegen Mittag trocknest! 5. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

...Die anderen waren schon zum Mariapolizentrum gegangen, wo um Neun der Focolare-Kongress beginnen sollte. Vorher gab’s dort Frühstück, das mich ja nicht interessierte, also legte ich mich noch mal kurz ins Bett, worüber sich mein Liebster herzlich freute.

Beim Kongress konnten wir selbst über Kopfhörer alle möglichen Sprachen der Welt einstellen. Ich wechselte von einer Sprache zur anderen. Lustig war das. Einmal drehte ich an J. Knopf und stellte ihr den holländischen Übersetzer ein. Lange kam keine Reaktion von ihr; wo war sie nur mit ihren Gedanken? Dann plötzlich sah sie den Schalk in meinen Augen und wusste sogleich, was los war. Wir lachten und umarmten uns kurz...

... Als wir das Hotel erreichten, war es bereits dunkel. Ich führte die anderen noch auf die Dachterrasse hinauf. Zwar wurden Stimmen laut, ob man das denn dürfe, durch den Notausgang hinauszugehen, ohne Not, aber sie gingen alle mit, was schließlich auch keiner bereute.
Die Stadt grüßte mit ihrem Lichtermeer zu uns herüber und über den Hügeln, die den Albaner See umschlossen, strahlte der Himmel in sattem Orange. Ein Bild für die Götter! Begeisterung hielt unsere Blicke gefesselt. Das Wasser des Pools allerdings fanden die anderen zu kalt, um darin zu schwimmen, man könne ja krank werden.
Nach einem schönen Vollbad legte ich mich um Elf ins Bett und dachte an I., die heute meinen Dienst im LIMBOmar übernommen hatte. J. kam irgendwann in der Nacht, nachdem sie im Zimmer der anderen noch Geselligkeit gesucht hatte.

Sonnabend, 7. November 2009

Maya: „Das Prinzip des Schönen schafft das Maß für Harmonie und Anmut.“

Talmud: „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich, und bin ich nur für mich, was bin ich, und wenn nicht jetzt wann dann?   (Hillel) 1,14

Halb Sieben besuchte ich wieder die blauen Schwestern oben am Berg und auch der Kongresstag verlief ähnlich dem gestrigen, doch eine Besonderheit gab’s. Neben der beeindruckenden Sängerin, die, begleitet von einem Pianisten, den gesamten Kongress musikalisch untermalte und von der ich mir dann auch eine CD gekauft habe, waren nun zusätzlich Sänger aus der Arena von Verona angereist. Wunderbar! Später traf ich sie oben in Rocca di Papa in einem Eiskaffee wieder und ließ mir Autogramme geben und eine Umarmung. Ich weiß gar nicht, was mich geritten hatte, gehöre ich doch sonst nicht zu den Autogrammjägern. Aber nun freue ich mich, dass sie sich in meinem Heftchen verewigt haben.
Abends saß dann der Tenor für ein Weilchen an unserem Abendbrottisch und schrieb mir noch seine e-mail-Adresse in mein Heftchen, für den Fall, wir benötigten irgendwann einmal preisgünstige Karten für die Arena von Verona...

Sonntag, 8. November 2009
Maya: „Die Magie des Wassers reinigt und bringt etwas in Fluss; Überwindung.“

Apostelgeschichte des Lukas:
Kapitel 28. 1. Und da wir gerettet waren, erfuhren wir, daß die Insel Melite hieß. 2. Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft; zündeten ein Feuer an, und nahmen uns alle auf um des Regens, der über uns kommen war, und um der Kälte willen. 3. Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und legte es aufs Feuer, kam eine Otter von der Hitze hervor, und fuhr Paulus an seine Hand. 4. Da aber die Leutlein sahen das Tier an seiner Hand hangen, sprachen sie untereinander: Dieser Mensch muss ein Mörder sein, welchen die Rache nicht leben lässet, ob er gleich dem Meer entgangen ist. 5. Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nichts Übles.   16. Da wir aber gen Rom kamen, überantwortete der Unterhauptmann die Gefangenen dem obersten Hauptmann. Aber Paulus wurd erlaubt zu bleiben, wo er wollte, mit einem Kriegsknechte, der sein hütete. 24. Und etliche fielen dem zu, das er sagte; etliche aber glaubten nicht. 25. Da sie aber untereinander mißhellig waren, gingen sie weg, als Paulus ein Wort redete: Wohl hat der heilige Geist gesagt durch den Propheten Jesaja zu unsern Vätern 26. und gesprochen: Gehe hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr’s hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr’s sehen und nicht erkennen. 27. Denn das Herz dieses Volks ist verstocket, und sie hören schwer mit den Ohren, und schlummern mit ihren Augen, auf daß sie nicht dermaleins sehen mit den Augen und hören mit den Ohren, und verständig werden im Herzen, und bekehren damit ich ihnen hülfe. 28. So sei es euch kundgetan, daß den Heiden gesandt ist dies Heil Gottes; und sie werden’s hören. 29. Und da er solches redete, gingen die Juden hin,  und hatten viel Fragen unter ihnen selbst. 30. Paulus aber blieb zwei Jahre in seinem eignen Gedinge, und nahm auf alle, die zu ihm einkamen, 31. predigte das Reich Gottes, und lehrte von dem Herrn Jesu mit aller Freudigkeit unverboten.

Halb Fünf weckte mich mein Jesus und als ich dann in Meditation saß, entlud sich draußen der Himmel in einem heftigen Gewitter, was ich absolut genoss. Es regnete noch, als ich in die Kirche hinauf ging, um ein letztes Mal mit den blauen Schwestern den Rosenkranz zu beten, doch die Kirche war verschlossen. Drüben am Tor stand eine der Schwestern, einen Korb mit Wäsche unterm Arm und deutete mir an, dass der Gottesdienst heute später stattfinden wird. ‚Weil Sonntag ist’, dachte ich bei mir und trottete wieder hinunter zum Hotel.
Jedoch durften wir dann im Mariapoli Centrum eine ganz besondere Messe mitfeiern. Die Sänger der Arena von Verona gestalteten sie. Wunderbar! Das Ave Maria und so weiter, total feierlich war das alles.

Nachdem wir nachmittags unser neues Quartier bezogen hatten, fuhren wir ins Haus der Chiara Lubich, das wir besichtigen durften. Sie hat die Focular-Bewegung ins Leben gerufen, ist aber kürzlich gestorben. Das Haus ist also inzwischen Museum, oder sagen wir besser Gedenkstätte. Viele Gegenstände in dem Hause sprachen mich an und brachten mich in sonderbare Schwingung. Auch hab ich so einige Parallelen zwischen ihr und mir feststellen können. Zum Beispiel hat sie ein Bild von Jesus an der Wand zum Fußende ihres Bettes hängen, damit sie ihn immer sehen konnte; hab ich auch so. Auf dem Schreibtisch stand 4711, dass auch ich seit einiger Zeit immer in meiner Jackentasche mit mir trage, damit ich, wenn die Sehnsucht nach Köln in mir laut wird, ein Tröpfchen unter die Nase reiben kann. Also, ich fand ihr Umfeld ganz ansprechend, konnte mich jedoch letztendlich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier ein ziemlicher Personenkult betrieben wird.
Schon während des Kongresses war mir dieser Kult immer wieder aufgestoßen und als wir am Ende des Kongresses von E. Zettel bekamen, auf denen wir unsere Eindrücke schildern konnten, da hab ich dies erwähnt und schrieb, dass die Menschen sicher schneller und tiefer zu Gott finden würden, wenn sie nicht Chiara, sondern Jesus direkt in den Mittelpunkt stellen würden. Allerdings hat sie dann kein Wort mit mir darüber gewechselt!
Wir spazierten dann von Chiaras Haus zurück zu unserem neuen Quartier bei den Pallottini-Padres, während E. zwei Frauen aus unserer Gruppe, die eher abreisen wollten, zum Flughafen fuhr.

Eine ganz liebe Köchin haben wir hier bei den Padres, so dass ich meine Lichtnahrung unterbrach und fein brav mein Abendbrot gegessen habe. Den letzten Rest vom Brot nahm ich, brach ihn und verteilte ihn Stück für Stück an die anderen. Alle griffen zu, nur J. wollte, trotz meines bittenden Blickes, nichts davon nehmen.
Vor Zehn lag ich in meinem Zimmer, welches ich abermals mit J. teilte. Sie aber hielt sich bis in die Nacht hinein, im Nachbarzimmer auf. Ich hörte sie eifrig disputieren, ihre Worte allerdings verstand ich nicht und schlief darüber ein.

Montag, 9. November 2009
Maya: „Herzenskräfte schaffen Balance; Loyalität schafft Zielgerichtetheit.“

Dhammapada: Aus dem Brachmana-Kapitel
385/387 Für wen es Jenseits, Diesseits nicht und beides gleichweis auch nicht gibt, den Suchtfreien, Entfesselten, den nenn’ ich einen Brachmana. Tags strahlt die Sonn’ am Himmelszelt und nachts durchleuchtet uns der Mond. Im Waffenschmuck der Krieger strahlt, im Sinnen strahlt der Brachmana; doch Tag und Nacht ohn’ Unterlass der Buddha strahlt in seinem Glanz.

...
Ich setzte mich nun aufrecht hin, um noch ein paar Minuten in mich zu gehen und schickte Reiki auf den Ausflug der fünf Auserwählten, die im gemieteten Auto Platz gefunden hatten, um diese besondere alternative Stadt zu besuchen, die Chiara Lubisch, im Sinne gleichberechtigten friedvollen Zusammenlebens, gegründet hat. Der Versuch eines Stückchens Eden auf Erden.

T. und ich blieben zu Hause. T. wollte heut zum Friseur gehen, um ihren Mann mit einer neuen Frisur zu überraschen, wenn sie wieder nach Hause kommt. Dann wollte auch sie, wie ich, nach Rom hinein fahren. Ich hoffte, dass die Frau, die angeboten hatte T. zum Friseur zu fahren, mich dann ebenfalls mit in die Stadt hinein nehmen würde, doch am Ende war dann nix mit Rom, denn die Frau erzählte uns, dass heute die U-Bahner streiken würden und mit Verkehrschaos zu rechnen sei. Da blieben wir dann doch lieber in Grottaferrata draußen. Gott sei Dank, denn was mir heut Vormittag alles begegnete, hat Rom in den Schatten gestellt.

Ich spazierte stundenlang unter der italienischen Novembersonne, fühlte mich voller Freude, Friede und Gelassenheit, ließ mich einfach treiben. Ich kam zu einem riesigen Friedhof, so groß, dass man ihn sogar mit dem Auto befahren kann. Als ich mich endlich an den beeindruckenden Grabstätten, den Marmorstatuen, den liebevollen Gemälden und den Zypressen satt gesehen hatte, waren fast drei Stunden vorübergegangen. Auf meinem Rundgang zwischen den Gräbern, sammelte ich einzelne verlorene Blumen, die auf den Wegen lagen und steckte sie in die Vasen der Gräber, um die sich niemand zu kümmern schien. Hin und wieder fragte ich auch schon mal bei einem reichgeschmückten Grabmahl gegenüber solcher allein gelassener Ruhestätten, ob ich mir eine Blume nehmen dürfe, für das Grab visavis. Niemand hatte etwas dagegen einzuwenden.
Draußen, an den Blumenständen kaufte ich dann noch eine bildschöne Rose, mit bordorot-beigen Blütenblättern für unsere Köchin bei den Pallottini-Padres. Ihre verführerisch duftenden Kochkünste waren ja der Grund, dass ich für den Rest unseres Aufenthaltes mit gegessen hab.
Jeder Menge Tieren bin ich auf meinem ausgedehnten Spaziergang begegnet, welche ich mit Reiki versorgte und jedes Mal zeitgleich ebenso alle Tiere der Welt bedachte.
Auf der langen Friedhofsmauer saßen drei schneeweiße Tauben, die meine Aufmerksamkeit lange fesselten. Eine saß etwas abseits und beobachtete eifersüchtig, wie die anderen beiden sich liebevoll das Gefieder putzten und zärtlich miteinander schnäbelten. Sofort erklang in mir: ‚B. und Bettina.’ Das Männchen fühlte sich nun von dem abseits sitzenden Tauber gestört und versuchte hin und wieder den Rivalen zu vertreiben, indem er ihn auf der Mauer entlang vor sich her trieb. Es dauerte lange bis der andere seine Versuche endlich aufgab und fort flog. Nun wanderten ‚B. und Bettina’ dicht an dicht auf gleicher Höhe, mit synchronen Schritten auf dem Sims der alten Steinmauer entlang, bis auch sie dann irgendwann davonflogen.

Wie lang werd ich dieses Schauspielchen beobachtet haben, im Wechselbad sehnsuchtsvoller Tränen und überschäumender Glückseligkeit? Ich weiß es nicht.
Danach nahm ich weitere Tiere wahr, auf Schritt und Tritt. Drei bellende Dalmatiner besänftigte ich, indem ich ihnen Wellen göttlicher Liebe schickte, eine wunderschöne, weiche Katze streichelte ich, die sich auf einer Mülltonne in der Sonne aalte. Einen Schwarm kleiner, in einem Baum sitzender, Vögel verwöhnte ich mit der göttlichen Energie, bis sie ihr Gefieder wohlig aufplusterten und später trafen meine munter schwingenden Herzwellen eine schwarze Katze und ihren Freund, einen weißen Labrador, der dicht bei ihr im Gras eines Olivenhaines lag. Dann tankte ich einen Belgischen Schäferhund mit göttlichem Licht auf, bis er still wurde und genießerisch die Augen schloss. Drei schwarze Pferde mit weißer Blässe und ebensolchen Fußfesseln, welche von etlichen winzigen blauen Vögeln umhüpft und abgeschnäbelt wurden, standen auf einer sonnenbeschienenen Weide an der Veccia di Velletri und wir erwiesen uns gegenseitig, etwa zehn Minuten lang, unsere Aufmerksamkeit. Bald bellte es wieder hinter einem Zaun, es waren ein schwarzer Schäferhund und ein beiger Schnauzer, die sich gegenseitig aufstachelten und gar nicht aufhören wollten diesen Krach zu machen. Geschlagene fünf Minuten musste ich sie mit meiner geliebten Christusenergie verwöhnen, ehe sie endlich Ruhe gaben. Als ich dann zu Hause, auf meinem Bett sitzend, aus dem Fenster hinüber zu den Pinien schaute, da kam noch ein großer Schwarm weiser Möwen dahergeflogen, die mir wie ein Engelheer anmuteten.
Ein göttlicher Tag war das also, zu dessen Abschluss ich noch den Menschen, mit denen ich das Abendbrot teilte, meine Liebe geschenkt hab, denn, ein Mensch ist ja auch nur ein Tier :-)

Um Vier hatte ich mir mein Kissen geschnappt und war in die Kapelle der Padres hinunter gegangen, wo ich in meditativer Stimmung, das wunderschöne Bild der Madonna mit dem Kinde abzeichnete, was mir ganz gut gelungen ist.
Abends gab ich dann J. eine Reiki-Anwendung, unter der sie bald einschlief. Ich deckte sie leise zu und so schlief sie dann bis zum Morgen durch, in ihrer Tageskleidung.
Vielleicht träumte sie von ihrem erlebnisreichen aber auch anstrengenden Tag in Loppiano?

Dienstag, 10. November 2009
Maya: „Der Kanal zur Ideenwelt ist offen; das Spielen bringt auch Gefahren.“

Weisheit: „Wenn du dich selbst erkennen willst, dann kehre bei dir selber ein und suche nicht außerhalb deiner selbst.“   Isaak von Stella

Halb Sechs war ich wach. Ich machte meinen Morgenspaziergang im Park, nach welchem ich in den Keller ging, um ein Gemälde des betenden Jesus abzuzeichnen, in das ich mich verliebt hatte.

In der Nachbarschaft unserer Gastgeber fand Heute eine Messe statt, die wir besuchten, ehe wir nach Rom hinein fuhren. Der Priester war H.S., ein Foculare, der ursprünglich aus Münster stammt. Eine absolute Lichtgestalt! Auch alle anderen, die an der Messe mitwirkten, waren von den Guten. Und gepredigt hat er Lukas, von der engen Pforte! Die Atmosphäre in der Kapelle war einfach wunderbar.

J. und ich wollten dann noch in der Kapelle der Pallottinis einen schönen liebevollen Rosenkranz zusammen beten. Ich ging dann schon mal hinunter, J. wollte nachkommen, aber sie kam nicht, weil sie im Gespräch mit den anderen hängen geblieben war. Manchmal hab ich echt den Eindruck, ich scheine ihr nicht all zu viel zu bedeuten.
Gegen Mittag fuhren wir zu fünft zum Lateran, gingen am Coloseum vorüber und gelangten zu St. Maria Maggiore. Das alles war mir fast schon zu viel, denn ich konnte die ganze Pracht gar nicht vollständig in mich aufnehmen.

Auf der Heimfahrt stiegen wir zwei Haltestellen eher aus, weil T. unbedingt die griechisch-orthodoxe Klosterkirche besuchen wollte, an deren Pforte sie Gestern zweimal abgewiesen worden war, von einem Popen, der jedes mal nur das winzige Fenster am Tor geöffnet hatte, um ihr zu sagen, dass jetzt keine Öffnungszeit sei. Diese Abweisungen hatte sicher Jesus für uns inszeniert gehabt, damit wir heute noch mal den Weg zu der Kirche machten, denn heute feierten sie ein Fest, um irgendeinen Heiligen zu ehren.
Wir kamen gegen Ende der Gottesdienstfeier dort an, stellten uns in die Schlange, um wie die anderen die Bibel zu küssen und wurden daraufhin von einem alten Popen in die Nebenräume eingeladen, wo ein üppiges Buffet aufgebaut stand, mit süßen und herzhaften Speisen, die wir so noch nicht kannten, die aber absolut lecker waren. Dazu gab es Orangenbowle. Wir durften sogar für unsere beiden Zuhausegebliebenen etwas von dem Essen mitnehmen.

Zum Abendbrot, möchte man meinen, sollten wir nun gar keinen Hunger gehabt haben, aber Fehlanzeige, der Appetit kam beim Essen. Ab Morgen gibt es bei mir wieder nur Licht, aber in den letzten drei Tagen hab ich es mir doch recht gut schmecken lassen. Die Köchin ist schuld!

Vor der Nachtruhe ging ich noch einmal hinunter, um mein geliebtes Jesusbild fertig zu zeichnen.
J. hatte mir versprochen mich noch zu massieren, aber sie vergaß es, blieb wieder ewig bei denen im Nachbarzimmer, also schlief ich ohne ihre Streicheleinheiten ein.

Mittwoch, 11. November 2009     Martinstag
Maya: „Weisheit bestimmt; alles spielt zusammen, um etwas zu beeinflussen.“

Der Martinstag ist der Festtag des heiligen Martin von Tours.
Der Legende nach war dem heiligen Martin Christus erschienen, nachdem er, an einem Wintertag, seinen Mantel mit einem Bedürftigen geteilt hatte. Kraft des heiligen Geistes soll Martin danach wundertätig gewirkt haben; ja sogar von Totenerweckung wurde berichtet. Als die Einwohner von Tours ihn im Jahre 371 zum Bischof ernennen wollten, er sich dessen aber für nicht würdig erachtete, versteckte er sich in einem Gänsestall, doch die Tiere machten einen solchen Lärm, dass man Martin fand und in sein Amt, als dritter Bischof von Tours, erhob.
In Mitteleuropa wird an diesem Tag Brauchtum gepflegt, wie das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.
Der Martinstag war im Mittelalter auch der Tag des Zehnten, der in Naturalien beglichen wurde, auch in Form von Gänsen. Ebenso begannen und endeten an diesem Tag Verträge, wie Verpachtung, Verzinsung, Besoldung oder Dienstverhältnisse. Diesbezogen wurde der Martinstag auch Zinstag genannt.
Im Osten Österreichs segnen die Pfarrer an Martini den neuen Wein, der anschließend an dieses Martiniloben, von den Heurigenwirten ausgeschenkt wird.

Nach meiner Meditation ging ich vorm Frühstück noch mal im Garten der Patres spazieren, der mir bereits so sehr ans Herz gewachsen war. Am Abend sollte unser Flug gehen, doch vorher hatte E. noch eine Audienz beim Papst für uns organisiert.

Den ersten Bus verpassten wir, weil wir uns an einer Haltestelle postiert hatten, an der gar kein Bus hielt. G. geriet sofort in Stress, hatte Angst die Audienz zu verpassen. Ich sagte ihr, sie soll sich doch mal bewusst machen, dass auch diese Panne ihren Sinn haben wird, wie alles im Leben

Kurz vor der Audienz betraten wir den Petersplatz und kamen genau vor den Gittern zum Stehen, denn die Schweizer Garde hatte soeben abgesperrt. „Nichts geht mehr“, sagten sie. Katastrophenstimmung machte sich in der Gruppe breit. Panik, weil wir nun nicht zur Audienz hinein dürfen würden. Jesus hatte mir aber bereits gesagt, wir kommen noch hinein. „Glaubt doch“, sagte ich, „alles was geschieht hat seinen Sinn. Jesus sagt, wir kommen noch rein.“ Die Stimmung wurde nicht besser. Sie hörten mir gar nicht zu, glaub ich. Ein junger Schweizer Gardist, eine aufrechte Lichtgestalt, sagte mir dann leise, sie würden die Gitter wieder wegnehmen, sobald der Papst vorüber gefahren sei und er fügte lächelnd hinzu, dass wir alle noch hineindürfen.
Nun kam das Papamobil und fuhr genau vor unserer Nase vorbei, so dass man ihm hätte die Hand reichen können, wenn er nicht unter dieser Angstglocke aus Panzerglas gesessen hätte. Aber meine Begleiter konnten nun ihre einzigartigen Schnappschüsse machen und sie waren ganz aus dem Häuschen vor Freude.
Als dann die Gardisten begannen die Gitter zu entfernen, erinnerte ich meine Begleiter noch mal an meine Worte und sagte: „Nun stellt euch vor, wir hätten den Bus geschafft und hätten dann drei Stunden gelangweilt in der Halle gesessen, um auf den Papst zu warten. So, wie es Jesus für uns hier inszeniert hat, war es doch viel spannender, oder?“
Ich wusste nicht, ob sie meine Worte überhaupt aufgenommen hatten, denn ich erfuhr keinerlei Reaktion darauf. Von unseren hinteren Plätzen hatten wir einen guten Überblick über die zwölftausend Mann, die erwartungsvoll in der Halle ausharrten. Bezeichnender Weise spürte ich während dieser Audienz so gut wie keine Schwingung in mir, nicht mal beim Vaterunser!

Wir trennten uns dann, um in Ruhe den Petersdom besichten zu können und wollten uns um Zwei wieder zusammenfinden. Ich spürte mich in die verschiedenen Kapellen hinein und erlebte die beeindruckendste Schwingung, in der Nische in der Maria mit ihren Eltern abgebildet ist, ganz leicht und sonderbar vertraut kam mir dieses Schwingen vor.
Draußen in der Bücherei kaufte ich mir dann einen Bildband von St. Peter und ein kleines ovales, silbernes Relief, auf dem Maria mit dem Kinde abgebildet ist und das sofort wohlig mein Herz berührt hatte, als ich es sah. Es wollte mit zu mir nach Hause, um neben meinem Bett stehen zu dürfen.
Auf den sonnenbeschienenen Treppenstufen des Domplatzes verbrachte ich den Rest der Zeit. Still und stiller wurde es nun in mir und fast wäre ich darüber eingeschlafen.

Gemeinsam gingen wir später durch die Straßen und gönnten uns in einem kleinen Kaffe einen leckeren Cappuccino.
Mit der Metro ging’s dann zum Bahnhof, um unsere Koffer aus ihrer Verwahrung zu befreien, wonach uns der Bus zum Flughafen brachte.
Als J., die im Bus neben mir saß, fragte, wie es mir in Rom gefallen habe, da wurde mir überhaupt erstmal voll bewusst, wie traurig es mich doch machte, dass vermeintlich Gott suchende Menschen keine Fragen stellen, obwohl sie eine Woche lang mit einer Person verbrachten, die mit Jesus so eng auf du und du ist und der tiefe mystische Erfahrungen beschert werden. Außerdem ist es mir unverständlich, dass, obwohl sie wissen, dass ich diese göttlichen Heilkräfte geschenkt bekommen habe und obwohl jeder der Gruppe seine gesundheitlichen Probleme hat, mich keiner gebeten hat, heilend meine Hände aufzulegen, sei es auch nur, um die göttliche Kraft, die beim Handauflegen verstärkt fließt, einfach nur mal erspüren zu können. Ja, was soll man davon halten? Verstockte und angstbesetzte Herzen?

Der Flug von Rom Ciampino nach Berlin Schönefeld verlief planmäßig und die Palette der Umarmungen am Flughafen empfand ich von herzlich bis falsch. I., die Krankenschwester ist, ein Engel, umarmte mich, wobei sie mir nur ein Wort ins Ohr flüsterte: „Schwester.“ Fast kamen mir dabei die Tränen.

Auf der halbstündigen Fahrt zum Ostbahnhof saß ich dann im Abteil mit einem jungen Mann, der grad vom Besuch einer Freundin heimkehrte, die Kunst in Prag studiert. Ich erzählte ihm vom Focolarekongress und er sagte dann, er sei katholisch erzogen worden, habe aber seinen Glauben verloren, ob der Falschheit in der Kirche. Nun entspann sich in der kurzen Zeit die wir hatten, ein Dialog, in dem wir uns gegenseitig unser Leben offenbarten.
„Du hast deinen Glauben nicht verloren“, sagte ich zum Abschied, „du glaubst nur tiefer, als die Kirche. Die heutige Kirche ist nicht Jesus.“ Er lächelte irgendwie erleichtert, wie mir schien. Sinniger Weise trug er den gleichen Namen, wie unser Sohn

Donnerstag, 12. November 2009
Maya: „Mit Wachsamkeit Entscheidungen treffen; Möglichkeiten erkennen.“

Meditation der erdenden Atmung:
„Spüre meine Atembewegung der Bauchdecke; nehme wahr, wie sie sich hebt und senkt, hebt und senkt, hebt und senkt. Verstärke den Atem nicht, spüre nur hinein. Bin ganz im Jetzt, bin ganz hier. Gedanken ziehen befreit vorüber, denn meine ganze Aufmerksamkeit gilt meiner erdenden Atmung, die mir erquickend Leben spendet.“

Auf meiner Heimfahrt schrieb ich einige Briefe, an die neuen Freundinnen aus der Focolar-Gruppe und kam, nachdem ich mir die Nacht auf Bahnsteigen und in Zügen um die Ohren geschlagen hatte, morgens um Acht endlich in Chemnitz an, wo A. mich abholte.
Tagsüber schickte ich B. Predigt „Wach bleiben“ an J., T., I. und E.; für C. wählte ich „Die Aufnahme Mariens in den Himmel“, denn sie hatte, als evangelische Pastorenwitwe, einige Probleme damit, an Mariä Himmelfahrt glauben zu können. Ich hatte ihr in Rom von meinen mystischen Erlebnissen mit Maria erzählt, worüber sie nicht wenig staunte und nun wohl etwas ins Grübeln gekommen war. Auch eine Auflistung der Engel schickte ich ihr, die sie sich gewünscht hatte.

Die Siesta verlief stürmisch, aber dennoch schlief ich bald darüber ein, um erst um Sechs abends wieder zu erwachen, wobei ich gar nicht wusste, wo ich mich eigentlich befand. Fünf ewige Minuten dauerte dieser Zustand an, indem ich mein Zimmer als eine Mischung aus dem Hotelzimmer am Albaner See, dem Zimmer bei den Pallottini-Padres und dem dortigen Meditationsraum, sowie als ein Gemach im Schloss, in dem die Prinzessin auf der Erbse eingekehrt war und meinem eigenen Schlafzimmer wahrnahm, in dem ich mich ja nun tatsächlich befand. Es ist mir ja schon öfter so ergangen, dass ich beim Aufwachen nicht sofort wusste, wo ich mich befand, aber so intensiv und lang anhaltend hatte ich diese Orientierungslosigkeit noch nie vorher empfunden. Auch wusste ich nicht, welcher Tag war und ob es abends war oder morgens.

Ich ging dann, als ich wieder ganz zu mir gekommen war, noch mal an den PC, um Emails zu beantworten und ich rief die Leute zurück, die über meinen Anrufbeantworter um Reiki gebeten hatten, um mit ihnen Termine zu vereinbaren.

In der zehnten Stunde lag ich dann endlich wieder im Bett, wo ich göttliche Liebe erfuhr. ‚Ich lieb’ dich so sehr, B.’, sagte ich bewegt, ‚komm zu mir, Liebster, oder lass mich zu dir kommen, bitte. Ich sehn mich doch so nach dir.’

‚Du kannst doch jeder Zeit kommen, Bettina. Was hält dich ab?’

Ich ließ mich auf diese Diskussion nicht ein.

Freitag, 13. November 2009
Maya: „Herzensenergie schafft Verwirklichung; Ausweiten von Fähigkeiten.“

Psalm 127: 1. Ein Lied Salomos im höhern Chor. Wo der Herr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst. 2. Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend. 3. Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. 4. Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten die jungen Knaben. 5. Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.

Halb Sechs wurde ich geweckt, um sofort leidenschaftlich begehrt zu werden, so dass ich mich nicht zur Meditation aufsetzte, sondern einfach nur genoss, was hier mit mir geschah.
Dann befand ich mich endlich wieder einmal auf meinem geliebten Morgenspaziergang aufs Feld hinaus, zum ersten Mal seit fünf Wochen. Die Bäume hatten inzwischen ihr Blätterkleid abgeworfen und auf meinem heiligen Acker standen nun die zarten Halme der Wintersaat.
Von meinem Altar war nicht mehr viel übrig geblieben, nur das Kreuz lag noch da, allerdings zum Hakenkreuz entstellt.
In Vorahnung hatte ich am Weg schon Weidenzweige geschnitten, für ein neues Kreuz, sowie für die Stäbe, an denen ich die Bildnisse von Jesus und Maria anbringen konnte. In die Mitte des frisch gezogenen Kreises steckte ich vier Blüten von meinem Zierjohanniskraut und eine weise Feder und unter das Kreuz legte ich einen stattlichen weißen Stein, den ich am Weg gefunden hatte. Er symbolisiert für mich Maria Magdalena.
Am nächsten Tag legte ich noch zwölf Hämatit in die Runde, für  die Jünger. Ach, ich freu mich schon darauf, wenn dort eine Kapelle errichtet sein wird. Einen Entwurf dazu hab ich ja bereits gezeichnet.

Donnerstag, 19. November 2009
Maya: „Dynamik aktiviert Erleuchtungspotential und bindet Lebensenergie.“

Gebet: Nicht in Worten und Begriffen kommt man Dir nah, Gott. Unähnlicher bist Du auch dem Besten, was über Dich oder zu Dir gesagt wird, als dass Du ihm gleichst. Gib, dass die Heiligen Schriften unser hartes Herz bereiten für das Leben der Torheit des Kreuzes, in dem allein sich Jesu Kunde von Dir erschließt: wenn wir in Notlagen aushalten und Du Deine Seligkeit in unsere Armut ergießt; wenn wir uns selber und dem Leben stellen und Du uns zu neuem Leben auferweckst, wo wir unser altes loslassen; wenn wir unsere Fesselung durcherleben und Du Erlösung schenkst. Alles erreicht der achtsam Gelassene, der empfängt, was kommt, und sein lässt, was da ist, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Um Mitternacht erwachte ich und vernahm die Worte: ‚Du kannst auch jemand anderen annehmen!’ Ich war so verwirrt ob dieser Aussage, dass ich nicht sofort wusste, wer so zu mir gesprochen hatte. Gut oder Böse?!
‚Kamen diese Worte von dir, B.?’, fragte ich. Keine Antwort, nur sehnsuchtsvolles Kribbeln im Bauch, dem ich mich jedoch zu entziehen versuchte, denn erst wollte ich Klarheit haben, wer diesen Satz in den Raum gestellt hatte. Aber bald wusste ich es, es waren B. Worte gewesen.

Ich sagte: ‚Wo denkst du hin, Schatz?! Niemals werde ich einem Anderen gehören. Ich liebe dich, B.’

Er sagte: ‚Sag niemals nie!’

‚Ja, der Spruch könnte auch von mir sein, aber in diesem Fall sage ich NIE und ich meine es auch so, Liebster, definitiv.’

Empfangsbereit legte ich mich nun vor ihm hin und genoss sein göttliches Liebesspiel, das kein Ende finden wollte, so dass ich irgendwann darüber wieder einschlief.
...

Sonntag, 22. November 2009      Ewigkeitssonntag/Totensonntag
Maya: „Die „Träume“ werden auf den Punkt gebracht; Intuition schafft Balance.“

Ewigkeitssonntag oder Totensonntag: Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen. Traditionell thematisiert dieser letzte Sonntag im Kirchenjahr, der Sonntag vor dem ersten Advent, im Besonderen die Erwartung des Jüngsten Gerichts.

Als ich um Fünf wach wurde, setzte ich mich nicht zur Medi, hoffte auf seine Liebe, sie kam aber nicht und ich schlief noch mal ein. Um Sechs, das gleiche Spiel wieder. Um Sieben versuchte ich dann meine Sehnsucht nach seiner Liebe wegzudrücken, worauf ich machtvoll Todessehnsucht in mir aufsteigen fühlte, die ich nun aber auch versuchte beiseite zu schieben. Plötzlich vernahm ich Jesu Stimme: ‚Lass sie da sein, Bettina!’ Brav gab ich nun meiner Todessehnsucht Raum, worauf er mich mit zärtlicher Liebe umfing, welche ich wiederum wegzudrücken versuchte, um die Todessehnsucht da sein zu lassen.

‚Bettina, lass doch da sein, was jetzt da ist, immer nur das was im Jetzt ist’, sagte er, ‚und was ist jetzt?

‚Liebe?’

‚Genau!’

Also, manchmal komme ich mir doch recht dumm vor. Eigentlich weiß ich das doch alles, aber ich kann’s oft einfach nicht umsetzen.

Um Neun stand ich auf, um zum Gottesdienst der Freikirchlichen Gemeinschaft zu radeln, wozu Jesus mich aufgefordert hatte.  Der Gottesdienst begann jedoch heute nicht halb zehn, wie üblich, sondern eine Stunde später. Also fuhr ich noch mal nach Hause, bereitete Ashram-Flyer vor, hielt dann an der katholischen Kirche an, in der die Messe in vollem Gange war und legte im Vorraum Flyer aus. Der Pfarrer wird mich gesehen haben, durch die große Glasscheibe, nehm’ ich an. Mal sehen, ob er mich auf die Flyer nun endlich mal anspricht.

Der von den Freikirchlichen sprach mich darauf an und gestattete mir, die Flyer auszulegen: „Ich habe mich im Internet informiert und hab gesehen, dass das Ashramprogramm genau das verkörpert, was auch uns am Herzen liegt“, sagte er. Ich freute mich sehr über seine Offenheit.

Dienstag, 24. November 2009
Maya: „Instinktpotential erhöht das Lebenspotential; Lebenskraft wird gestärkt.“

Weisheit: „Weißt du, wie ein Liebender Gottes fühlt? Seine Haltung ist: "Oh Gott, Du bist der Herr und ich bin Dein Diener! Du bist die Mutter und ich bin Dein Kind." Und wieder: "Du bist mein Vater und meine Mutter. Du bist das Ganze und ich bin ein Teil." Er will nicht sagen: "Ich bin Brahman".   Ramakrishna

... Irgendetwas ganz Großartiges schien sich auf energetischer Ebene heute wieder ereignet zu haben. Ich prüfte die BOVIS, und staunte. 200.000.000 haben wir überschritten!
Seit Tagen hatte ich schon gespürt, dass seine taoistische Liebespraxis mir wissensteigernde Energie ins Hirn befördert hatte. Heute nun rauschten und pfiffen mir den ganzen Tag über die Ohren. Ich fürchte, wenn das alles wieder freigesetzt wird, dann werde ich abermals tagelang darin gefesselt sein, Namen zu erkennen und aufzulisten und werde zu nix andern mehr kommen!

‚Ich mach dir einen Vorschlag, Jesus, hör zu: Du wartest noch damit, lässt mich jetzt alle Arbeiten erledigen, für die ich den Computer brauche und wenn ich dann diese drei Wochen über Weihnachten in Köln bin, dann erleuchtest du mir neues Wissen und Namen, die niederzuschreiben ein Bleistift genügt. Wie klingt das für dich, mein Lieber?’, fragte ich.

‚Gut.’

‚Gut.’

Mittwoch, 25. November 2009
Maya: „Durch Loslassen werden Möglichkeiten verwirklichbar; Korrekturtag.“

Koran: „60. Und (gedenket der Zeit) da Moses um Wasser betete für sein Volk und Wir sprachen: «Schlage an den Felsen mit deinem Stab», und zwölf Quellen brachen aus ihm hervor; jeder Stamm kannte seinen Trinkplatz. «Esset und trinket von Allahs Gaben und verübt nicht Unheil auf Erden, indem ihr Unfrieden stiftet.»“

... Halb Acht ging ich zur Mutti hinunter, um sie zu versorgen und als ich wieder oben war, da stieg aus der Küche der Duft von frisch gekochten Kartoffeln in meine empfindsame Nase. Ich goss mir eine Hühnerbrühe auf und hab dazu vier Kartoffeln gegessen. Im Bett weinte ich dann darüber, empfand es als persönliche Niederlage. Jesus wiederholte seine Ermahnung: ‚Suche auch beim Essen den Weg der Mitte, Bettina!’

‚Ja, wenn wir erst zusammen sind, Schatz, dann werd ich mich deinen Geflogenheiten schon abpassen, aber jetzt ist es mein Wunsch, 40 Tage lang nur von Licht zu leben. Gestatte mir dieses Erleben doch, bitte’, bat ich ihn.

‚Aber, ich möchte in Bälde dein Fleisch spüren und nicht nur deine Knochen, meine Liebe’, sagte er.

Darauf ich: ‚Du hast aber auch 40 Tage Wüste erleben dürfen und ich will es jetzt auch! Du musst doch mein Fleisch dabei nicht verdörren lassen. Du bist doch der Herr. Ich denk bei Gott ist alles möglich?!’

‚Aber, glaube mir, Bettina, es genügt wirklich, dass du weißt, dass es funktioniert vom Licht leben zu können’, sagte er, ‚dein Gottvertrauen ist groß, das beweisen doch die dreißig Tage, die du es bereits gelebt hast nach Pfingsten.’ Dann fügte er noch hinzu: ‚Und außerdem hast du es doch gewissermaßen mit mir erlebt, denn alles was meine Seele erlebt, erlebt doch auch deine und umgekehrt, Bettina.’

‚Ja, aber bewusst hab ich es nicht erlebt, kann mich jedenfalls heute nicht mehr daran erinnern’, sagte ich wieder.

‚Und wenn ich es dir Heute in deine Erinnerung bringe, gibst du dann endlich Ruhe, Bettina?’

‚Nein! Ich will 40 Tage so leben’, widersprach ich, ‚ich glaube, das Gehirn braucht sechs Wochen, um eine Sache voll integrieren zu können. Ich bin mir sicher, wenn ich diese sechs Wochen ohne Essen und Trinken durchlebt habe, dann wird es mir auch möglich sein, hin und wieder eine Kleinigkeit zu essen, ohne dass mich danach gleich wieder die Fresssucht überfällt, B., sieh das doch ein. Ich will Freiheit darin!’, erklärte ich ihm nun zum x-ten Male.

‚Du bist ein sturer Kopf, Bettina’, sagte er mild.

‚Nein, ich will nur Freiheit!’, konterte ich, ‚Ich denke, Gott lebt in mir?! Und Gott hat doch Freiheit in Allem, ist es nicht so?!’ Und ohne seine Antwort abzuwarten, fuhr ich fort: ‚Und ich will diese göttliche Freiheit ganz in mich integrieren. Also, bitte sage deinen Engeln doch einfach, sie sollen mich reichlich mit Lichtnahrung laben, so dass ich nicht vom Fleisch fallen muss! Punkt!’

‚Bettina, Bettina, du kleiner Dämon’, sagte er nun kopfschüttelnd.

Ich reagierte darauf nicht.
...

Donnerstag, 26. November 2009
Maya: „Wissen schafft Heilungsmöglichkeit; Heute kann etwas vollendet werden.“

Meditation zur Liebe des Erzengels Michael:
„Komm, lieber Michael, uns zu dienen! Weise die Seelen der Verstorbenen zum Licht und trenne, was uns von der Einheit trennt; befreie uns von karmischen Verstrickungen und reinige uns; stärke unseren Willen und gib uns Zuversicht! Hab Dank dafür.“

... In der Nacht wurde ich ein paar Mal geweckt, entzog mich ihm jedoch jedes Mal bald wieder, weil die Energien zu intensiv für mich waren.
...

Ich klingelte bei I. an, wollte sie fragen, ob sie mit zur Yoga-Weihnachtsfeier gehen würde am Abend. Ihre Stimmung klang total geknickt, als ich sie am Telefon hatte. Nein, sie gehe nicht mit zur Weihnachtsfeier, sie wolle keinen Menschen sehen.
„Weist du warum?“, fragte sie.
„Nein“, antwortete ich.
„Weist du es noch nicht?“, fragte sie wieder.
Nun kam mir G. in den Sinn und mein Herz verkrampfte sich. Mir schwante Schlimmes und I. sprach es aus: „G. ist gestorben.“ Mir setzte das Denken aus und wir schwiegen lange.

Irgendwann fragte ich: „Wann?“
„Montag.“ Wieder schwiegen wir. In Gedanken drückte ich I. tröstend ans Herz.
„Okay, I.“, sagte ich nach einer kleinen Ewigkeit, „wir sehen uns am Sonnabend und wir legten auf.
Ich konnte es gar nicht recht fassen.

‚Du hast doch gesagt, sie muss noch nicht sterben, Jesus!’ sagte ich enttäuscht. Stille folgte.

Endlich kam seine Antwort: ‚Ja, sie musste nicht, aber ihre Seele hat es anders entschieden, Bettina.’

‚Ach B., ich bin so traurig.’

‚Ich auch, Bettina, ich auch.’

Endlich stiegen mir die Tränen in die Augen.

Ich erledigte dann trotzdem meine Hausarbeit und ich ging auch zum Yoga und zur Weihnachtsfeier. Auf der Heimfahrt sang ich das „Adios“ für G. und hörte ganz real den Chor der Engel mitsingen. Eine starke Erfahrung war das, die begleitet wurde von einer Ahnung, dass G. schon sehr bald wieder inkarnieren würde.

Als ich 23 Uhr in meinem Bett lag, entlud sich meine Trauer in einem heftigen Tränenstrom.
...

Freitag, 27. November 2009
Maya: „Aufbruch schafft Möglichkeiten für Schönes! Harmonie bessert nach.“

Psalm 133: 1. Ein Lied Davids im höhern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder einträchtig beieinander wohnen! 2. Wie der köstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herabfleußt in seinen ganzen Bart, der herabfleußt in sein Kleid, 3. wie der Tau, der von Hermon herabfällt auf die Berge Zion. Denn daselbst verheißt der Herr Segen und Leben immer und ewiglich.

...
Um Sieben wandte ich mich ab, um zu schlafen, aber so recht wollt es mir nicht gelingen einzuschlafen. Als ich nun so dahin dämmerte, da erschien mir plötzlich eine weißgelbe Taube, die sich vor meinem inneren Auge dick aufplusterte, bis sie mir als weißgoldener Lichtball erschien, der, wie ein Blitz, durch die Stirn in mich fuhr. Sofort musste ich an Jesus und die Taube denken, da hörte ich ihn auch schon sagen: ‚So, Bettina, nun geh halt in deine Wüste, in Gottes Namen!’ Ich blieb still, versuchte Ruhe zu bewahren und nun doch noch mal einzuschlafen, aber vergeblich.
Mein Gehirn fühlte sich an, wie aufgebläht, jedoch ohne Kopfschmerz und ohne die Begrenzung der Schädelknochen. Grenzenlos fühlte es sich an.

Ich ging dann erst mal hinaus in die Natur und, was soll ich sagen, an meiner heiligen Stätte war alles unversehrt. ‚Lieber Gott ich danke dir!’
Jesus sagte: ,Stecke Heute das stabile Kreuz hierher, dass du im Sommer gemacht und unter der Weide versteckt hast, Bettina!’
Nun hab ich also das dünne Weidenkreuz durch das andere ersetzt und hab das dünne als Reserve an die Ecke meines Karrees gesteckt, aber ich vermute mal, es wird sich nun niemand mehr daran vergreifen.

Im Büro erledigte ich noch einige wichtige Sachen, füllte die Anmeldung für den Gesundheitsfond aus, bestellte Kalender, schickte A. mit einem Zettel vom Finanzamt zur Steuerberaterin und checkte per google, wo Gummersbach liegt. Da findet am 19. Dezember ein essenischer Gottesdienst statt und ich wünsch mir schon lang, einmal an einem solchen teilnehmen zu können. Vielleicht fahr ich deshalb nun schon am 18. nach Köln? Mal sehen, wie es mit Sonderangeboten der Bahn aussieht, an diesem Tag.

Vorwort zum 7. Kapitel 2. Band
29. November – 19. Dezember 2009


Während dieser drei Adventwochen begleiteten wir G. zur so genannten letzten Ruhe. Ganz eigenartige blutige Träume plagten mich in dieser Zeit und ich erkannte, durchs Anschauen historischer Filme, Inkarnationen von mir, die mich als Märtyrerin zeigten.
Der absolute Höhepunkt aber war meine Weihe zum Hohepriester! Die anschließende Exkursion nach Köln verhieß Besonderes und brachte mich schon im Vorfeld arg ins Schwingen.
Doch die Episoden, die ich dort erleben durfte, werde ich im anschließenden dritten Teil dieser Trilogie erzählen.

Sonntag, 6. Dezember 2009    2. Advent und Nikolaustag
Maya: „Ein Kanal, der zur Entfaltung dient; die Ganzheit wird mit eingebunden.“

2. Advent: Advent entspricht dem griechischen Wort epiphaneia „Erscheinung“, das ursprünglich die Ankunft oder Anwesenheit eines hohen Amtsträgers oder auch der Gottheit im Tempel ausdrückte. Die Christen setzten dann dieses Wort in Beziehung zu Jesu Ankunft.
Die Alte Kirche sah in der Adventszeit, vom 11. November bis 6. Januar, Fasten vor. Heute wird dieses Fasten nur noch in der orthodoxen Kirche vorgeschrieben, aber auch von anders konfessionellen Christen freiwillig zelebriert.
Die Adventszeit wird seit dem 7. Jahrhundert gefeiert, wo es in der römischen Kirche anfangs zwischen vier und sechs Adventssonntage gab. Gregor der Große legte ihre Zahl dann auf vier fest, symbolisch für die 4000 Jahre, die die Menschheit seit Adam auf Jesu Geburt warten musste. Allgemein rechtsverbindlich wurde diese Regelung 1570 durch Pius V.
Die Kerzen des Adventskranzes weisen auf das Licht hin, dass Christus in die Welt gebracht hat.

Zweiter Vers: (Maria Ferschl und Gerd Kachel)
„Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die zweite Kerze brennt!
So nehmet euch eins um das and’re an,

wie auch der Herr an uns getan.
Ref.: Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ganz nah ist der Herr!

- Tag des heiligen Nikolaus von Myra: Er wirkte im dritten Jahrhundert als griechischer Bischof und ist heute der Schutzpatron der Kaufleute, Bäcker, Seefahrer, Schüler und Kinder. Während der Christenverfolgung 310 wurde er gefoltert. Sein reiches Erbe durch seine Eltern, verteilte er unter den Armen, er tat viele Wunder, von der Befreiung unschuldig Verurteilter über die Stillung eines Seesturms, von der Hilfe bei einer Hungersnot durch Vermehrung von Korn über die Heimführung eines verschleppten Kindes, von der Errettung vor der Heimtücke des Teufels über die Erweckung der drei zerstückelten Scholaren, bis hin zu seiner Grablegung, bei der an seinem Kopfende eine Quelle mit Salbungsöl entsprungen ist und zu seinen Füßen eine mit geheiligtem Wasser.
Wir gedenken des heiligen Nikolaus heute vor allem als Wohltäter der Kinder, welche wir am Nikolaustag symbolisch mit kleinen Gaben beschenken.-

Es ist kurz nach Mitternacht; ich bin total aufgewühlt.
Seine Liebe gestaltete sich dermaßen heftig, dass ich die Gefühle dabei kaum auszuhalten vermochte. So voller Verlangen, jede einzelne Zelle durchdringend und lang anhaltend, hielt sich die Energie auf konstantem Level, so dass ich mich irgendwann gezwungen sah, mich zur Seite zu drehen, um mich der Prozedur zu entziehen, obwohl ich glaube, dass dies wieder der energetischen Anpassung diente und mein Wachstum fördern soll. Aber es geht eben nur so viel, wie eben geht. ‚Bitte, lass mich schlafen jetzt, lieber Gott.’

Um Sechs wurde ich zur Medi geweckt, vor der ich noch durchs Haus ging, um kleine Geschenke vor die Türen zu legen.

‚Jesus, sag, was war das denn letzte Nacht?’, fragte ich während der Meditation.

‚Die Weihe’, lautete die Antwort.

‚Wie Weihe?’, fragte ich, ‚ich bin doch schon geweiht, B., hab die Priesterweihe doch schon erhalten.’

‚Was hältst du denn von der Weihe zum Hohepriester, Bettina?’, fragte er milde lächelnd.

‚Nein! Hör auf, Jesus! Du beschämst mich total!’

‚Nimm es nur an, Bettina. Du bist dessen absolut würdig.’

‚Aber, Liebster, o Gott, ich hab’s doch Gestern abgebrochen!’

‚Es werden ja noch zwei folgen, bei denen du dann sicher besser aushalten kannst, mein Schatz.’

‚Aber ich weiß doch gar nicht, was das bedeutet, ein Hohepriester zu sein!’

‚Du wirst es schon erfahren, Bettina.’
...

Ein plötzliches Gefühl der Verlassenheit hatte sich in mir ausgebreitet, so dass ich unaufhörlich weinen musste. Den Tod wünschte ich mir wieder mal herbei, schalt mich jedoch sofort dafür und bat Gott um Vergebung für diese Dummheit, aber das Todesverlangen wich nicht von mir. Lange setzte ich mit dem Atmen aus, aber irgendwie atmete es in mir unmerklich weiter. Es folgten flatternde, angsterfüllte Atemzüge, die ich gar nicht wieder unter Kontrolle bekommen konnte. Ich spürte dann, wie Jesus mich mit seiner liebevollen Energie zu erreichen suchte, aber ich konnte und wollte nichts Rettendes an mich heranlassen und ärgerte mich gleichzeitig über mich selber, hatte ich mich doch so voller Vorfreude auf den zweiten Teil der Hohepriesterweihe hingelegt, und nun das! Voller Unruhe schlief ich dann tränenüberströmt ein.

Montag, 7. Dezember 2009
Maya: „Alle Aspekte bedienen die Ordnung; Spiegelungen zeigen den Weg.“

Dhammapada: Aus dem Brachmana-Kapitel
421 Wer vor sich und auch hinter sich, und auch inmitten nichts sein nennt, den Etwaslosen, den nichts hält, den nenn ich einen Brachmana.

Um Sechs wurde ich geweckt und setzte mich zur Meditation.
Als ich mich dann noch mal hingelegt hatte, entzog ich mich ein paar Mal seinem anklopfenden Verlangen, bis ich dann doch irgendwie sanft zu schwingen begann, weil er mich so liebevoll mit Streicheleinheiten verwöhnte. Dabei stellte sich, so nach und nach, die heilige Energie von Sonnabendnacht wieder ein, wobei ich bald wie angeklebt auf dem Rücken lag, unfähig Arme und Beine zu bewegen. Nur der Leib schwang sanft und ich spürte, wie sich jede Zelle prall mit Energie füllte, was ich nun jedoch leichter ertragen konnte, als beim ersten Mal. Unendlich lange wurde ich so liebevoll geschaukelt, Blockaden lösten sich, die Energien ballten sich schmerzhaft, um dann endlich aus dem Körper zu fließen. Außerdem floss in den Stunden, in denen ich so da lag, Wissen über Wissen in mich hinein. ‚Das war Hohepriester-Weihe Teil zwei’, verkündete Jesus irgendwann feierlich.
...

Dienstag, 8. Dezember 2009    Mariä Empfängnis
Maya: „Erneuerung erfordert Entscheidung; aus Altem will Neues werden.“

Mariä Empfängnis: An diesem Tag ehrt die katholische Kirche die Unbefleckte Empfängnis Marias, die zwar von ihren Eltern Anna und Joachim auf der materiellen Ebene gezeugt, empfangen und geboren wurde, von Gott aber vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde, weil Maria die Mutter Gottes werden sollte.
Martin Luther bekannte sich in den ersten Jahren der Reformation zwar noch zu dieser Lehre, legte 1520 in einer Predigt dar, dass Maria in keinem Moment ihres Lebens mit der Erbsünde in Berührung gekommen sei und als Mutter Christi von Gott mit höchster Heiligkeit und Reinheit ausgezeichnet wurde.
Jedoch sprechen heute die evangelische, die orthodoxe und die altkatholische Kirche Maria diese Ehre ab, da es so nicht in der Bibel gedruckt steht.

Punkt Vier erwachte ich mit einem energetisch so prall gefüllten Unterleib, dass ich es fast als schmerzlich empfand. Dabei fühlte es sich vollkommen erhaben und verlangend an. Dieses Gefühl breitete sich nach und nach bis ins Gehirn aus und fokussierte sich schließlich machtvoll im Herzen. Von dort aus floss zeitgleich ein Strahl nach unten hinaus, bis zum Erdmittelpunkt und einer nach oben hinaus, um sich im Universum fest zu verankern. Ich kam mir vor, wie eine Perle, aufgefädelt auf einer Schnur aus heiligem Geist. Eine unsagbar gigantische Erfahrung war das und ich wusste, dass dies der abschließende Teil meiner Weihe zum Hohepriester gewesen war. Erstaunlich gelassen nahm ich diese Ehre an und doch war ich irgendwie total überwältigt von der absoluten Macht der göttlichen Liebe, die hier im Spiel war und die keinerlei  Widerstand duldete. Ich gab mich einfach hin.
Das Ganze dauerte nicht Stunden, wie es bei den vorhergehenden Weiheteilen gewesen war, ich glaube, es wird nicht länger als fünf Minuten gedauert haben, jedoch ist es fast nicht möglich die Zeit solcher mystischen Erlebnisphasen abzuschätzen. Wenn es irgendwo angebracht ist zu sagen: „Zeit ist relativ“, dann hier.

Endlich folgte diesem mächtigen Ereignis zartestes Liebesspiel, dem ich mich gerne, stundenlang in purer Seligkeit schwimmend, hingab.
...

Freitag, 11. Dezember 2009
Maya: „Geisteskräfte fluten mit Informationen; Ideen bekommen ihr Ergebnis.“

Psalm 146: 1. Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele!
2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin. 3. Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. 4. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschläge. 5. Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott, stehet, 6. der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben hält ewiglich; 7. der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der Herr löset die Gefangenen. 8. Der Herr machet die Blinden sehend. Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der Herr liebet die Gerechten. 9. Der Herr behütet Fremdlinge und Waisen und erhält die Witwen; und kehret zurück den Weg der Gottlosen. 10. Der Herr ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!

U. hat mir geschrieben, ich soll sie auf alle Fälle ansprechen, nach dem essenischen Gottesdienst. Wer weiß, vielleicht find ich ja in ihr endlich mal einen Menschen, dem ich von meinen mystischen Erfahrungen erzählen kann? Vielleicht ist sie ja jemand der mir glaubt und der versteht, was ich sage? Ich hab heut mal ein bisschen über die Christlich Essenische Kirche gegoogelt. Zwei Filmchen hab ich darüber angeschaut und zwei Schriften ausgedruckt, eine pro und eine kontra Essenische Kirche. Im LIMBOmar hatte ich Zeit, es zu lesen.
Alles, was pro ausgesagt wurde, spricht mich total an; dass Jesus sagte, der Mensch solle sich vegetarisch ernähren; dass er Individualität predigte und nicht eine absolute Wahrheit, keine Dogmen. Dann heißt es dort: „Bei jedem Vollmond wollen wir uns wieder hier versammeln.“ Wenn ich bedenke, was bei mir energetisch abgeht, an jedem Vollmond und wie in letzter Zeit die Energien mehr und mehr anschwellen, mit jedem Vollmond, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich früher so ein Essener war. Sie schreiben, dass sich über die Zeitalter die Kräfte immer wieder gebündelt und nach oben geschraubt haben. „Jetzt ist die Zeit der Reife und die kommende Zeit wird die Zeit der Ernte sein.“ Das gibt eigentlich genau das wieder, was auch ich wahrnehme, und zwar steht die Ernte, meines Erachtens nach, schon direkt vor unserer Tür. Die Scheunen für den Weizen scheinen mir bereitet und das Feuer für die Spreu angefacht.
Zum Artikel, der kontra die Christliche Essenische Kirche CEK spricht, sind meine Gefühle gemischt. Zum einen stört es mich, dass der Verfasser lediglich seinen Namen unter den Artikel setzt, so dass man nicht erkennen kann, wieviel Kompetenz dahinter zu vermuten ist, auf dass er die CEK als eine „Plastikblume“ im Garten Gottes bezeichnen darf. Zum anderen regt der Titel des Führers dieser Kirche „Seine Heiligkeit Pax Immanuel II.“ ziemlichen Widerstand in mir an. Warum weiß ich nicht, ich fühl es nur. Der Mann soll diese Kirche in Deutschland 1971 gegründet haben. Ich frag mich, wieso heißt der dann der II. und wer hat ihm überhaupt den Titel „Seine Heiligkeit“ verliehen?
Dass der Autor des Artikels Reiki-Meister verpönt, die in dieser Kirche nun als Priester fungieren, lässt mich vermuten, dass der von Reiki keine Ahnung hat, also nicht weiß, welches Heil darin steckt. Reiki ist ein Segen für die Menschheit und könnte es noch viel mehr sein, wenn die Krankenkassen ihren Mitgliedern solche Anwendungen bezahlen würden.
Der Autor bringt die CEK mit der Reiki-Association-Internationel RAI in Verbindung; ... ich hab mich dann nicht weiter damit befasst, denn mein Reiki-Lehrer war freier Reiki-Meister und so halte auch ich es, weil sich das gut anfühlt für mich.

Also bin ich nun echt gespannt, was da auf mich zukommt nächste Woche, bei dem essenischen Gottesdienst in Gummersbach, auf dem ja auch „seine Heiligkeit“ da sein wird. Dass die U. eine gute Seele ist, das weiß ich schon; alles andere werd ich vor Ort erspüren.

‚Bin schon gespannt und hoffe mal, mein Jesus, du hilfst mir dann bei der Auswertung, auch wenn du dich heute in Schweigen hüllst.’

‚Ich bin da, wenn du mich brauchst, Bettina. Und wenn auch du für mich da sein willst, wenn ich dich brauche, dann legst du nun bitte endlich den Stift aus der Hand, mein Schatz. Es ist fast Mitternacht!’

Sonnabend, 12. Dezember 2009
Maya: „Die „Quelle“ speist die Intuitionskraft und nährt das „Träumen“.“

Geschichte aus dem Talmud: „Einem der Jünger des Rabbi Simeon ben Jochai widerfuhr es, daß er alles vergaß, was er gelernt hatte. Da begab er sich unter Tränen auf den Friedhof, wo der Meister begraben lag, und wie er so bitter weinte, verfiel er in Schlaf. Im Traume aber sah er seinen Meister, der sprach zu ihm: Wirf drei Steine auf mich, und ich komme zu dir. Der Jünger suchte einen Traumdeuter auf und erzählte ihm die Begebenheit. Da sagte der Deuter: Wenn du künftig jeden Abschnitt, den du lernst, dreimal laut wiederholst, so kommt dein Wissen wieder zu dir zurück und bleibt bei dir. "Wenn ein Eisen stumpf wird, muß mans mit Macht wieder schärfen."   Midr. Kohelet r. 10,10

Ab Vier liebten wir uns göttergleich und um Fünf saßen wir in Meditation, in der mir Bilder aus meinem früheren Erleben begegneten. Fragen und Antworten kamen und Szenen spielten sich vor meinem inneren Auge ab, die erneut Fragen aufwarfen. Ich glaub, es geht wieder los! All das Wissen, das er in den letzten Wochen, teils auf unglaublich sanfte Art, teils etwas heftiger in mich fließen lassen hat, dieses Wissen scheint nun in mein Bewusstsein treten zu wollen. Ich schätze, Köln wird mir eine hoch spannende Zeit bescheren.
‚Aber ich bitte dich, lieber Gott, bring mir die Erleuchtungen derart, dass ich sie einigermaßen komfortabel bewältigen kann. Amen.’

Heut Vormittag hab ich wieder gegoogelt und Biographien ausgedruckt, eine Erklärung zum Thema Hohepriester, sowie einen Bericht über die Essener. Ich glaube erkannt zu haben, ... Ja, großartig!...

Als ich den Bericht über die Essener las, kam ich ins Grübeln. Ist es denn wirklich wahr, dass Jesus Essener gewesen sein soll? Viele Eigenschaften Jesu waren ja auch bei den Essenern Lebenszweck und –ziel, aber dass er gar nicht am Kreuz gestorben sei, sondern von seinen essenischen Gefährten aus dem Koma erweckt worden sein soll, das klingt mir doch alles ziemlich abenteuerlich, das muss ich erst mal bisschen wirken lassen. Mir erscheinen diese Berichte über die Essener doch teilweise ziemlich spekulativ.

‚Darüber müssen wir uns bei Gelegenheit noch mal unterhalten, B.’

‚Ja, frag nur, Bettina, jederzeit.’
...

 

CMS von artmedic webdesign