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Das verschenkte Licht P1180877.JPG
 
Es war eine Frau, die hatte gehört, dass an einem fremden Ort eine heilige Flamme brennt. Sie machte sich auf, um etwas von diesem Licht zu sich nach Hause zu holen. Sie dachte: Wenn du dieses Licht hast, dann hast du Glück und Leben und alle, die du liebst, werden es auch haben. Sie begab sich auf den weiten Weg, fand die heilige Flamme, entzündete ihr Licht daran und hatte auf dem Rückweg nur eine Sorge: dass ihr Licht erlöschen könnte. Unterwegs traf sie einen, der fror und kein Feuer hatte. Der bat sie, ihm von ihrem Feuer zu geben. Die Frau mit dem Licht zögerte. War ihre Flamme nicht zu kostbar, zu heilig für solch eine gewöhnliche Sache?
Dann aber gab sie dem im Dunkeln Frierenden von ihrem Licht. Die Frau setzte ihren Heimweg fort und als sie beinahe zuhause war, brach ein Unwetter über sie herein. Sie versuchte ihr Licht vor Sturm und Regen zu schützen, aber es erlosch. Den weiten Weg zurück zum Ort der heiligen Flamme würde sie nie mehr schaffen - aber bis zu dem Menschen, dem sie geholfen hatte, reichte ihre Kraft und an dessen Licht konnte sie das ihre wieder entzünden.
Barbara Hug
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